+++ Der Vorschau-Ticker – Frühjahr/Herbst 2017 – Teil 7 +++

Wie bereits angekündigt befasse ich mich in meinem letzten Ticker für die aktuelle Vorschau-Saison mit dem weit gefassten Feld der Belletristik. Und auch wenn da für mein Dafürhalten die ganz großen Titel dieses mal fehlen, sind doch ein paar Bücher zusammengekommen, die nicht nur Neugierde wecken, sondern letztlich wohl auch den hauseigenen Geldbeutel schröpfen werden. Überhaupt ist der Anteil an Non-Crime-Fiction bei mir zuletzt immer mehr gestiegen, was u.a. daran liegt, dass man selbst inwischen weit offener füt Tipps aus allen Richtungen ist bzw. sich Beuteschema und Leseverhalten in den vergangenen Jahren doch stark geändert haben. In der Hoffnung, dass das auch bei ein paar von meinen Blog-Besuchern der Fall ist, hier mal meine heiß erwarteten Neuerscheinungen.

Den Anfang macht „Fay“ von Larry Brown, zu dem ich jetzt nicht viel weitere Worte verliere, sondern einfach Heyne CORE Verlagsleiter Markus Naegele zitiere, der folgendes über das Buch schreibt:

Fay hat eine ungewöhnliche Publikationsgeschichte. Kurz nachdem ich 1998 als Junglektor zum Heyne Taschenbuch stieß, bekam ich das Manuskript eines gewissen Larry Brown auf den Tisch. Es war umfangreich und nicht unbedingt das, was im Heyne Verlag seinerzeit veröffentlicht wurde. Aber ich war eifrig und sehr begeistert, also las ich das ganze Manuskript. Trotzdem war mir bewusst, dass es dafür im Heyne-Taschenbuch eher keinen Platz gäbe, also legte ich das Buch zur Seite beziehungsweise ins Regal. Dort blieb es auch die nächsten Jahre. Es überstand alle Umzüge unbeschadet, denn ich wusste, dass irgendwann der richtige Moment für das Buch kommt.

Und dieser Moment ist jetzt gekommen! Larry Brown ist ein Autor aus dem Süden der USA, der dort für viele andere Autoren und auch Musiker sehr einflussreich war, der vielfach ausgezeichnet wurde und 2004 im Alter von 53 Jahren viel zu früh verstorben ist. Aus unerfindlichen Gründen ist bis heute keines seiner Werke auf Deutsch veröffentlicht. Das werden wir mit Fay jetzt ändern.

Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von Zuhause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als zwei Dollars in der Handtasche verlässt sie ihre Hütte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem besseren Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.

Mich hat dieser Roman mehr als 15 Jahre nicht losgelassen. Als ich ihn jetzt noch einmal gelesen habe, hat wer mich erneut kalt erwischt. Wie eine epische Breitbandfassung von Winters Knochen, dem Klassiker von Daniel Woodrell, erzählt Larry Brown eine harte Geschichte, aber sehr feinfühlig und sprachlich großartig. In den USA wurde Larry Brown immer wieder mit literarischen Großkalibern wie William Faulkner, Raymond Carver, Flannery O’Connor, John Steinbeck, Ernest Hemingway oder Mark Twain verglichen, nicht zu unrecht.

Ehrlich gesagt hätte es dieser Worte bei mir nicht gebraucht, um Interesse für „Fay“ zu wecken. Neben dem mich instinktiv ansprechenden Klappentext reicht allein Markus Beteiligung an dieser „Entdeckung“ aus, um mich vom Kauf zu überzeugen, funken wir literaturtechnisch doch seit vielen Jahren auf einer Wellenlänge. In dem Sinne: Shut up and take my money! 😉

Carsten Jensens „Der erste Stein“ befasst sich mit einem äußerst aktuellen Thema und schickt uns ans der Seite eines Zugs dänischer Soldaten in ein Militärcamp in Afghanistan. Ich muss gestehen, dass ich hier immer noch auf eine (wertige) Unterhaltungslektüre zu diesem Konfikt warte. Und Jensens Buch weckt da doch gewisse Hoffnungen bzw. birgt einiges an Potenzial. Werde mal die ein oder andere Besprechung abwarten, bevor ich mir selber ein Bild mache.

Für Proulx „Aus hartem Holz“ gilt das nicht, denn die hat bereits mit „Postkarten“ und „Schiffsmeldungen“ eindrücklich bewiesen, was für eine große Schriftstellerin sie ist. Im Verbund mit dem Schauplatz der endlosen nordamerikanischen Wälder reicht das schon voll und ganz aus, um aber sowas von sicher in mein Bücherregal zu wandern.

Allein der Preis (39,95 €!!) könnte mich vom Kauf von Upton Sinclairs „Boston“ abhalten, dessen „Der Dschungel“ mir bis heute nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Die in den 20ern angesiedelte Handlung um einen der größten Justizirrtümer (zwei Menschen zu Unrecht zum Tode verurteilt) in der amerikanischen Geschichte war in Sinclairs Händen sicher mehr als gut aufgehoben. Und an Boston habe ich seit „Departed“ und Lehane sowieso irgendwie einen Narren gefressen. Dennoch: Hier werde ich wahrscheinlich aufs TB warten.

Skizzen und Erzählungen über New Orleans. Aus der Feder von William Faulkner. Übersetzt von Arno Schmidt. Herausgegeben vom Diogenes Verlag. Alles gute Argumente. Und das ich Faulkners Werk sammle, wie Eichhörnchen die Nüsse, rundet das dann nochmal ab. Muss. Ich. Haben.

Licht und Glut“ klingt irgendwie nach einem James-Lee-Burke-Titel und scheint zumindest ähnlich rauh daherzukommen. Eines dieser vermeintlich schroffen, unangepassten Werke über das ländliche Amerika außerhalb der blühenden Metropolen. Eine Thematik, die ja auch im Krimi-Bereich derzeit ziemlich in ist, mich tatsächlich jedoch schon seit weit längerer Zeit fasziniert. Jennifer Haigh kenne ich nicht. Und Droemer Knaur ist jetzt ehrlich gesagt auch nicht der Verlag, wo ich so einen Titel vermutet hätte. Hier werde ich einfach mal den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Was gönnt ihr euch? Oder kauft ihr doch lieber Taschenbücher?

  • Larry Brown – Fay (Hardcover, Mai 2017 – Heyne Hardcore – 978-3453270961)
  • Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte der 17-jährigen Fay, einer bildhübschen jungen Frau, die von Hause, von ihrem gewalttätigen Vater, wegläuft. Mit nichts als einer Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche verlässt sie ihre Hüte im Wald und macht sich auf den Weg Richtung Küste, auf der Suche nach einem bessere Leben. Auf diesem Weg erlebt sie allerhand Bedrohliches, Gewalttätiges, aber auch Liebe und Hoffnung.
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(c) Heyne Hardcore

  • Carsten Jensen – Der erste Stein (Hardcover, März 2017 – Albrecht Knaus Verlag – 978-3813507416)
  • Inhalt: In einem Militärcamp in Afghanistan trifft ein Zug dänischer Soldaten ein, 24 Männer und die Soldatin Hannah unter Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Alle sind hochmotiviert, hervorragend ausgebildet und abenteuerhungrig. Doch die Tage fließen monoton dahin, bis durch eine Landmine zwei Männer sterben und eine sich immer schneller drehende Spirale der Gewalt in Gang setzt. Als schließlich Schrøder die Truppe verrät, gerät alles außer Kontrolle.
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(c) Albrecht Knaus

  • Annie Proulx – Aus hartem Holz (Hardcover, März 2017 – Luchterhand Verlag – 978-3630872490)
  • Inhalt: Annie Proulxs erster Roman seit über zehn Jahren, das lang erwartete Meisterwerk der Pulitzerpreisträgerin: ein monumentales Epos, das lebensprall, sprachgewaltig und intensiv dreihundert Jahre nordamerikanischer Geschichte einfängt und von der Abholzung der scheinbar endlosen Wälder erzählt, vom ewigen Kampf zwischen Mensch und Natur.
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(c) Luchterhand

  • Upton Sinclair – Boston (Hardcover, Juni 2017 – Manesse Verlag – 978-3717523802)
  • Inhalt: Glamour, Jazz und endlose Partys: Das waren die Roaring Twenties. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit – Upton Sinclair zeigt uns die ganze. Denn während die Happy Few feierten, wurden die Massen mittels brutaler Klassenjustiz niedergehalten. Am Beispiel der einflussreichen Ostküsten-Sippe Thornwell zeigt «Boston», wie das System staatlich sanktionierter Korruption funktionierte. Als Kulminationspunkt dient der Schauprozess gegen die zwei bekanntesten Justizopfer der amerikanischen Geschichte, Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1927 wegen Mordes hingerichtet wurden. In diesem ergreifenden Buch geht es um die moralische Glaubwürdigkeit offizieller Repräsentanten und Institutionen, um Menschenliebe und Bürgerpflicht, um Gerechtigkeit und den Mut zur Wahrheit.
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(c) Manesse

  • William Faulkner – New Orleans – Skizzen und Erzählungen (Hardcover, März 2017 – Diogenes Verlag – 978-3518804100)
  • Inhalt: 1925 veröffentlichte der damals noch völlig unbekannte William Faulkner einige Skizzen und Kurzgeschichten in regionalen Zeitschriften. Einfache Leute sind das Personal dieser in New Orleans angesiedelten Genrebilder, Seeleute, Schmuggler, Bettler und Huren, Wettbetrüger und Priester. 1960 wurden diese „New Orleans Sketches“ des mittlerweile weltberühmten Nobelpreisträgers Arno Schmidt zur Übersetzung angeboten. Er griff, wie er sagte, nur »aus Reklamegründen« zu, denn er mochte Faulkner nicht. Seine 1962 erschienene deutsche Version der Sketches ist trotzdem brillant – in Faulkners Alltagssprache war Schmidt eben zu Hause.
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(c) Diogenes

  • Jennifer Haigh – Licht und Glut (Hardcover, April 2017 – Droemer Verlag – 978-3426281697)
  • Inhalt: Bakerton im ländlichen Pennsylvania hat schon bessere Zeiten gesehen. Die einst blühende Region ist durch den Niedergang von Kohle und Stahl schwer gezeichnet. Ist es da Segen oder Fluch, dass ein Energiekonzern den verarmten Landbesitzern plötzlich das große Geld verspricht? Naivität und Gier, Hysterie und blinder Aktivismus, Ehekrisen und unverhoffte neue Allianzen – der Erdgas-Boom bringt die kleine eingeschworene Gemeinschaft aus den Fugen. 
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(c) Droemer

+++ Der Vorschau-Ticker – Frühjahr/Herbst 2017 – Teil 1 +++

Jetzt noch ein Vorschau-Ticker? Ernsthaft? Ja, bin spät dran dieses Mal, keine Frage. Dennoch hoffe ich kurz vor Toreschluss noch den ein oder anderen Titel gefunden zu haben, der vielleicht noch nicht in eurem Fokus war oder nun bei näherer Betrachtung den Weg auf euren Merkzettel findet. Und falls nicht, so bleiben die kommenden Bücher in jedem Fall in meinem ganz persönlichen Blickfeld. Verbunden mit der Hoffnung, bei ausreichend verschafften Platz im Bücherregal und mehr Zeit zum Lesen, diese dann auch irgendwann mal schmökernd in den Händen zu halten.

Und nun zum Thema: „Mysterium“ von Axat wird, bis zum Aufklappen des Buchdeckels, sicherlich eins bleiben, tönt allerdings äußerst vielversprechend. Vergleiche mit Hitchcock und „Shutter Island“ mögen letztendlich hochgegriffen sein, machen aber nichtsdestotrotz neugierig. Außerdem habe ich seit Guillermo Orsi und Raúl Argemí ein Faible für argentinische Kriminalliteratur. Bin hier auch mal gespannt, wie die ersten Kritiken ausfallen werden.

Über George P. Pelecanos muss man in Krimi-Kreisen eigentlich keine großen Worte verlieren. Und wem der Name bis dato nichts sagt, dem sei eindringlich sein großartiges D.C. Quartet ans Herz gelegt. Wurde (bis auf den Abschluss „Shame the Devil„) erst vor ein paar Jahren bei Dumont nochmal neu aufgelegt. – „Hard Revolution“ gehört allerdings nicht dazu, sondern ist der vierte Band der „Derek-Strange-und-Terry-Quinn“-Reihe (der dritte ist meines Wissens bis dato unübersetzt geblieben – korrigiert mich, wenn ich falsch liege), aus der ich persönlich nur „Schuss ins Schwarze“ kenne. Und wenn der neue Band ein ähnliches Niveau erreichen sollte, sind die 24 Euro gut angelegt. Überhaupt finde ich es klasse, dass ars vivendi hinsichtlich Hardboiled dauerhaft ernst zu machen scheint. Hoffentlich wird es dementsprechend honoriert.

Apropos ernst machen. Einen Monat vor „Hard Revolution“ kommt Bernd Ohms „Das Schattenkorps“ in die Buchläden, ebenfalls von ars vivendi und ebenfalls in den 60ern angesiedelt, wenngleich es vom Inhalt her dann doch eher nach einer Mischung aus John Le Carré und Alistair MacLean klingt. Wenn sich Ohm in Punkto Qualität an „Agenten sterben einsam“ aus der Feder des letzteren Autors orientiert hat, dürfte auch dieser Schmöker kurzweilige Unterhaltung bieten. … Und ich überlege trotzdem immer noch, woher mir das Cover so bekannt vorkommt.

Charles Willefords „Hahnenkampf“ ist die Neuauflage eines bereits 1990 unter gleichnamigen Titel bei Ullstein veröffentlichten Buches und erscheint nun in neuer Übersetzung plus dem bis dato nicht ins Deutsche übertragenen „Cockfighter“-Tagebuch. Ein Vorwort von James Lee Burke rundet diese herrliche Ausgabe ab. Für mich ein absoluter Muss-Kauf.

Das ist „Corruption“ von Don Winslow nicht unbedingt. Zu sehr hat er mir nach „Tage der Toten“ geschwächelt bzw. sich dem Mainstream-Geschmiere angedient. Da mit „Das Kartell“ die Formkurve aber zuletzt wieder etwas nach oben gezeigt hat, werde ihm hier wohl nochmal eine Chance geben.

Und damit bin ich mit dem ersten Teil des Vorschau-Tickers durch. Ich hoffe, ich werde in den kommenden Tagen noch den ein oder anderen folgen lassen können.

Welcher Titel spricht euch besonders an oder ist gar schon vorbestellt?

  • Federico Axat – Mysterium (Hardcover, Februar 2017 – Atrium Verlag – 978-3855350063)
  • Inhalt: Der Thriller-Bestseller aus Argentinien wurde zum internationalen Phänomen und erscheint in 35 Ländern. Als der erfolgreiche und todkranke Geschäftsmanns Ted McKay beschließt, sich selbst das Leben zu nehmen, bekommt er Besuch von einem Fremden, der ihn überredet, einen Mord zu begehen. Er willigt ein – und findet heraus, dass ihm sein Auftraggeber etwas Wichtiges verschweigt. Ted beschließt, die ihm verbleibende Zeit zu nutzen, um das Geheimnis des Fremden zu ergründen. Doch wie kann man die Wahrheit finden, wenn die eigene Welt eine einzige Lüge ist?
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(c) Atrium

  • George P. Pelecanos – Hard Revolution (Hardcover, Mai 2017 – ars vivendi Verlag – 978-3869137667)
  • Inhalt: Washington, D. C., 1968: Der junge schwarze Polizist Derek Strange fährt bei der Metropolitan Police mit seinem weißen Partner Streife, während sich die Atmosphäre in der Stadt immer weiter aufheizt: die Bürgerrechtsbewegung und der Marsch der Armen, die traumatisierten Rückkehrer aus Vietnam, Sex, Soul, Drogen, Morde, Unruhen und Rassismus. Inmitten dieser explosiven Gemengelage entspinnt sich ein tödliches Drama: Drei Weiße planen einen Banküberfall und ermorden einen Schwarzen, auch Dereks Bruder Dennis wird umgebracht – und in Memphis wird ein Attentat auf Martin Luther King verübt. Für Derek Strange, seine Freunde und seine Feinde ist nichts wie zuvor. Wer ist gut, wer böse – und wem kann man noch vertrauen? Die alten Kategorien gelten nicht mehr, die Welt ist komplex geworden.
    Und die Revolution hat gerade erst begonnen …
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(c) ars vivendi

  • Bernd Ohm – Das Schattenkorps (Hardcover, April 2017 – ars vivendi Verlag – 978-3869137643)
  • Inhalt: Hans Barkhusen hat viel verloren: die Zukunft, die ihm im »Dritten Reich« offenstand, den Kampf gegen den Kommunismus, den Anschluss an das bürgerliche Leben. Nach dem Krieg von den Briten für eine geheime Kampftruppe angeworben, arbeitet er 1962 desillusioniert als Taucher und hofft darauf, das vom Atomkrieg bedrohte Europa zu verlassen. Als er für die Suche nach dem sagenumwobenen »Rommel-Schatz« angeheuert wird, glaubt er zunächst an einen schlechten Scherz. Aber dann taucht plötzlich sein alter Agentenführer auf, und Hans erhält einen neuen Auftrag, der ihn von Hamburger Hafenkais und einsamen Heideforsten in die Sonne Italiens führt, wo die Jagd nach dem Schatz im Dickicht der Geheimdienstintrigen und internationalen Verschwörungen immer rasanter wird, bis schließlich der Friede der Welt selbst auf dem Spiel steht …
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(c) ars vivendi

  • Charles Willeford – Hahnenkampf (Hardcover, März 2017 – Alexander Verlag – 978-3895814402)
  • Inhalt: Ein Mann muss sein Versprechen halten. Daran glaubt Frank Mansfield, einer der besten Hahnenkämpfer des amerikanischen Südens. Deshalb will er nicht mehr sprechen, bis er mit dem höchsten Preis für Hahnenkämpfer ausgezeichnet wird. Alles steht für ihn auf dem Spiel: seine Stimme, seine Existenz, die Liebe zu einer Frau und nicht zuletzt seine Ehre. Wird er gewinnen? (Klappentext der alten Ullstein-Ausgabe)
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(c) Alexander Verlag

  • Don Winslow – Corruption (Hardcover, Juni 2017 – Droemer Verlag – 978-3426281680)
  • Inhalt: In den Straßenschluchten von New York lässt der internationale Star-Autor Don Winslow ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken … und extremen Verlockungen …
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(c) Droemer Knaur

 

 

+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 1 +++

Schreibfaulheit ist an sich keine gute Basis für das Führen eines Blogs. Aber ich bin ganz ehrlich: Von der großen Freude am Rezensieren abgesehen, fällt es mir mitunter doch schwer, die richtigen Worte zu finden, geschweige denn den Elan zu entwickeln, diese auf Papier – oder in diesem Fall die Tastatur – zu bringen. Zumal ich dann oft, wie gerade jetzt, um den heißen Brei herumschreibe, anstatt zum Thema zu kommen.

Nun heißt es aber aufraffen, da es dann doch gewisse Dinge gibt, die ich mit der Bloggergemeinde dort draußen teilen möchte. Und eins davon – stets wiederkehrend im Mai oder November eines Jahres – ist die Neugier auf die aktuellen Vorschauen der diversen Literaturverlage. Während andere minütlich Aktienkurse checken, tue ich das zu genannten Zeiten mit den angekündigten Neuerscheinungen. Und ab sofort werde ich – welch ein Ansporn für mich Tranfunzel – die aktuellsten Entdeckungen bloggen bzw. die Titel vorstellen, auf die ich entweder sehnlichst warte (auch TB-Erstausgaben) oder die derart verheißungsvoll klingen, das sie auf meinen Merkzettel wandern.

In dieser Woche waren das bisher:

  • Malcolm MacKay – Der Killer hat genug vom Töten (Juli 2016 – Fischer Verlag – 978-3596030613)
  • Inhalt : Coole Spannung vom neuen Star der schottischen Krimiautoren.  Mit zwei Toten beginnt es: ein Kredithai und ein Informant. Tote, die für Calum MacLean der Anfang vom Ende sein sollen. Denn er hat genug vom Töten. Doch die zwei wichtigsten Organisationen von Glasgow liefern sich gerade einen stillen, tödlichen Verdrängungskampf. Die blutigsten Schachzüge stehen noch aus und Calum gerät zwischen die Fronten… Es ist das atemberaubende Finale der Glasgow-Trilogie, die mit dem »Scottish Crime Book of the Year Award« ausgezeichnet wurde und Malcolm Mackay für die Presse als die wichtigste neue Krimistimme Schottlands etabliert.
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(c) Fischer

  • Reginald Hill – Der Tod heilt alle Wunden (Juni 2016 – Droemer Verlag – 978-3426305164)
  • Inhalt : Nachdem er einen Bombenanschlag gerade noch einmal überlebt hat, weilt DCI Andy Dalziel in dem Seebad Sandytown. In dem kleinen, aber feinen Kurort soll ein großes Wellness- und Gesundheitszentrum entstehen, was vor allem von der äußerst geschäftstüchtigen Lady Daphne, einer vermögenden Witwe, vorangetrieben wird. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass sie beim Gemeindefest ermordet aufgefunden wird – auf dem Spanferkelspieß. Natürlich juckt es Dalziel gleich wieder in den Fingern, und er nimmt die Ermittlungen auf.
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(c) Droemer

  • Sara Gran – Come Closer (Mai 2016 – Droemer Verlag – 978-3426305393)
  • Inhalt : Noch einen Wimpernschlag zuvor schien Amandas Leben völlig in Ordnung: ein verlässlicher Ehemann, ein interessanter Job in einem Architekturbüro, ein schönes Loft in einer angesagten Gegend von New York City. Doch dann geschehen seltsame Dinge: In ihren Entwürfen tauchen obszöne Schmierereien auf. Amanda fühlt sich von einer Frau verfolgt. In ihrer Wohnung hört sie ein unerklärliches Pochen und Knarren, und sie verspürt auf einmal das dringende Bedürfnis, Menschen zu verletzen. Jemand scheint von Amanda Besitz zu ergreifen. Jemand, der stärker ist als sie – und sehr grausam …
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(c) Droemer

  • Sarah Butler – Die Nacht brennt (März 2016 – Droemer Verlag – 978-3426304440)
  • Inhalt : Stick und Mac sind beste Freunde und wollen nur eins: raus aus Manchester, raus aus der Enge der Familie, der Wohnung, der Clique. Sie wollen mit dem Auto nach Málaga fahren, um einen Sommer voll Partys, Alkohol und Frauen zu erleben und vielleicht nie wieder zurückzukommen. Doch in der Nacht ihrer Abschiedsparty wird Mac erstochen. Stick steht unter Schock und muss mit seiner Trauer, seiner Wut, seinem Wunsch nach Freiheit und familiärer Geborgenheit klarkommen. Dann lernt er »J« kennen, ein Mädchen mit pinken Haaren und Piercings. Endlich scheint sich für den 17-Jährigen etwas zum Positiven zu wenden. Doch Sticks Wut ist nach wie vor da, und die Unruhen von London greifen bald auch auf Manchester über …
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(c) Droemer

  • Michael Connelly – Götter der Schuld (Februar 2016 – Droemer HC – 978-3426281215)
  • Inhalt : Der pragmatische, mit allen Wassern gewaschene Anwalt Mickey Haller wird in Los Angeles in den Mordfall an einem Callgirl verwickelt. Er kennt die Tote, denn vor nicht allzu langer Zeit hatte er Gloria Dayton vor Gericht erfolgreich verteidigt. Die Anklage wegen Kokainschmuggels wurde fallengelassen, als die Frau ihre Hintermänner preisgab. Eigentlich hätte sie gar nicht in L.A. sein dürfen, sondern auf Hawaii. Doch nun wird ihr Online-Administrator des Mordes beschuldigt. Der Mann beteuert seine Unschuld, und Haller wird den Verdacht nicht los, dass sein Erfolg damals vor Gericht noch ganz andere Folgen gehabt hat …
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(c) Droemer