Der NOIR-Fragebogen – Interviewt von Martin Compart

„Gelbe Krimis“, die „Schwarze Serie“ und „Dumont Noir“. Martin Compart hat wohl die tiefstmöglichen Abdrücke im Krimi-Bereich der deutschen Buchlandschaft hinterlassen und auch meinen Horizont um mindestens ein Dutzend großartiger Autoren und Autorinnen erweitert. Daher ich möchte ich euch auch an dieser Stelle nicht vorenthalten, dass er mich vergangene Woche ins Noir-Gebet genommen hat. Wer wissen möchte, was ich unter der Verhörlampe zu Protokoll gegeben habe, der klicke jetzt bitte auf folgenden Link:

https://martincompart.wordpress.com/2018/10/25/der-noir-fragebogen-mit-stefan-heidsiek/

Was sich übrigens unabhängig von diesem Interview immer lohnt, denn Martins fundierter Blog ist eine schier unerschöpfliche, unglaublich informative Fundgrube für alle Krimi-Schatzsucher, in der er stets Interessantes rund um das Genre der Spannungsliteratur zutage fördert:

Lieber Martin, auch hier nochmal mein Dank, dass ich mitmachen durfte. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen!

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3 Gedanken zu “Der NOIR-Fragebogen – Interviewt von Martin Compart

  1. In dem Jahr, als Du geboren wurdest, fing ich bei Ullstein an (und übernahm in gewisser Hinsicht die Fackel von heute zu Unrecht negierten Menschen wie Jutta Wannenmacher, Wilm W.Elwenspoek oder Richard K,Flesch, denen ich 80% meiner „Krimi-Bildung“ verdanke). Heute ist vieles anders (Internet war unvorstellbar; ich war damals der Einzige mit einem deutschen Abo des Armchair Detectives – kennt keiner mehr; Weltauflage: 300 Ex.). Jedenfalls wird die Fackel weitergegeben, an Dich, Jochen König und einige mehr, denen das Genre viel bedeutet.

    Das Kritik-Niveau ist heute generell besser. Aber immer steigerungsfähig (ich vergleiche die Krimikritik der frühen Jahre immer gerne mit der ganz frühen Musik-Kritik; damals konnte man so wunderbare Sätze lesen wie: „Das ist eine sehr gute Platte! Besonders das dritte Stück auf der zweiten Seite überzeugt.“
    Zumindest im Crime-Genre sollte die Aufklärung, die die Kriminalliteratur hervor gebracht hat, von einer weiteren Generation propagiert werden. Jetzt seid IHR dran um zu erkennen, dass Unterhaltung auch Bewusstsein formt, und das ein schlecht geschriebener Text nicht gut ist, nur weil er erfolgreich ist.

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    • Ich denke, ich spreche für Jochen und mich, wenn ich sage, dass wir diese Fackel so lang und so weit tragen werden wie wir können. Und wenn nicht sowieso die Leidenschaft für das Genre so brennen würde, Deine Worte allein wären jetzt sicher Antrieb genug.

      Wie du schon richtig feststellst, hat sich das Niveau der Kritiken, insbesondere im Bereich der Spannungsliteratur, verbessert – was aber leider im Umkehrschluss nicht heißt, dass diese Kritik am allgemeinen Ansehen des Krimis als triviale Lektüre viel ändern konnte. Das Standing innerhalb der Gesellschaft ist zwar nun ein anderes und vllt. auch größeres als vor ein paar Jahren, doch die Bandbreite dieses Genres müssen wir weiterhin immer wieder herausarbeiten. Hier sind gleichzeitig auch die Verlage gefordert, in denen nicht selten dann jemand fehlt, der, wie du z.B. bei Ullstein oder Lübbe, das Potenzial des Krimis weckt und nicht allein nur immer das sicherste Blatt spielt. Wenn sich die Blogger da nicht nur als reine Werbeplattform verstehen, kann es auch an dieser Stelle zu einem Austausch kommen, von dem am Ende wiederum der Leser profitiert. Es bleibt in jedem Fall wortwörtlich spannend.

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