+++ Der Vorschau-Ticker – Frühjahr/Herbst 2018 – Teil 1 +++

Die Frankfurter Buchmesse liegt hinter uns, der Sommer sowieso und außer dunklen, verregneten Tagen scheinen die nächsten Wochen nicht viel für uns bereit zu halten. Zumindest wenn man ausgeprägter Lesemuffel ist, was für Besucher dieses Blogs eher nicht zutreffen dürfte. Und Letztere wissen es sich nicht nur mit passender Lektüre gemütlich zu machen, sondern fiebern auch vorfreudig den neuesten Verlagsvorschauen entgegen, welche genau zu dieser Jahreszeit nach und nach online gehen.

Den Anfang macht dieses Halbjahr der Suhrkamp Verlag, der, spätestens mit Thomas Wörtches Einstieg in die Krimi-Sparte des Programms, zu einer heißen Anlaufstelle für alle Freunde der Spannungsliteratur geworden ist. Spätestens deshalb, weil meines Erachtens auch schon vor Wörtche dort einige tolle Autoren entdeckt bzw. wiederentdeckt worden sind. Für einen Verlag, der viele Jahrzehnte dieses Genre gar nicht bedient hat, eine meines Erachtens beachtliche Bilanz – bis auf einen Titel, schaffen es sogar alle neuen Krimis des neuen Halbjahres in meine Auswahl. Komplettiert wird diese durch eine Neuankündigung des Pulp Master Verlags.

Und nun zu den einzelnen Büchern, die ich für interessant, entdeckungswürdig oder unbedingte Muss-Käufe halte:

Mit „Stille Feinde“ (die grandiose Conny Lösch übersetzt!) kehrt Quintabe, der Privatdetektiv aus den Hoods von Los Angeles, zurück auf die Bildfläche, um einmal mehr den kleinen Leuten zu ihrem Recht zu verhelfen. Novitätenmuffel der ich bin, habe ich natürlich mal wieder den Vorgänger, „I.Q.“ nicht gelesen. Sammelwütiger der ich bin, kaufe ich mir den Nachfolger aber trotzdem, weil a) die Meinungen, derer, die mit mir auf einer literarischen Wellenlänge liegen, positiv waren und b) die vorliegende Inhaltsbeschreibung einen Private-Eye der lockeren Sorte verspricht. Und das ist zwischen all den gescheiterten Existenzen, die einem sonst so hier begegnen, mal ne erfrischende Abwechslung. Ob das gut klingende, dann auch tatsächlich gut ist – abwarten. Ich werde es darauf ankommen lassen.

Das gilt wohl auch für Dietrich Kalteis‘ „Shootout„, dessen Kurztext mich frappant an Peter J. Kraus‚ grandioses „Joint Adventure“ erinnert und höchstwahrscheinlich genauso knallhart und abgedreht daherkommt. Wie abgedreht ist da halt aber die Frage, denn nichts geht mir mehr auf den Senkel als auf flachen Witz gebürstete Krimi-Komödien. Sollte die Balance zwischen Slapstick und Gangster-Gemenge da passen, kann Kalteis aber vielleicht punkten. Fürs Cover gilt das jetzt schon. Wer immer die Idee mit dem Hanfblatt statt dem Ahorn in der Kanada-Flagge da hatte – Hut ab.

Aidan Truhens „Fuck you very much“ hat es tatsächlich in erster Linie nur wegen dem schonungslos offenen Titel in diese Auswahl geschafft, klingt mir doch die Kurzbeschreibung einfach zu sehr nach „Möchtegern-cooler-Motherfucker-nietet-alles-um-was-nicht-bei-drei-auf-dem-Baum-ist“-Story. So etwas kann man zwischendurch mal lesen, vor allem wenn der Drecksack Reacher heißt. Inwiefern aber ein Drogenhändler da als Identifikationsfigur taugt, sei mal dahingestellt. Ein Expendables für Ghetto-Goofys muss ich jetzt nicht haben. Der Name Wörtche sorgt zumindest aber für ein wenig Kredit. Hier warte ich mal die ersten Reaktionen ab.

Beim nächsten Titel mach ich es mal kurz. Brian Panowichs „Queen of Bull Mountain“ ist für mich ein absoluter Muss-Kauf. Und für die meisten Freunde des Country-Noir wohl auch. Wer da noch zusätzliche Argumente braucht, soll einfach den zuvor bereits erschienenen Roman „Bull Mountain“ lesen.

André Georgis „Die letzte Terroristin“ erinnert mich erstmal an mein Versäumnis, „Tribunal“ immer noch nicht gelesen zu haben. Unabhängig davon klingt die Geschichte über eine verdeckt agierende RAF-Terroristin – denn das lässt die Inhaltsbeschreibung vermuten – unheimlich spannend. Zumal das Ganze in den frühen 90ern und in der Metropole Berlin spielt. Eine äußerst interessante Zeit und ja bekanntermaßen auch die letzte heißere Phase beim Kampf des Staates gegen die RAF. Kommt definitv in die ganz enge Auswahl.

Bei „Die Gruben von Perth“ von David Whish-Wilson bin ich noch unschlüssig. Der nächste Band mit Frank Swann, inzwischen Privatdetektiv, thematisiert einmal mehr den Kampf gegen ein korruptes Polizeisystem im West-Australien der späten 70er Jahre. Der Auftakt ist bisher noch wenig, und wenn, dann verhalten besprochen worden. Dennoch juckt es mich in den Fingern. Tönt einfach zu gut, um es links liegen zu lassen. Wird wohl ne Spontanentscheidung.

Das gilt nicht für „Krumme Type, Krumme Type“ von Tom Franklin, das im März 2018 bei Frank Nowatzkis Kult-Verlag Pulp Master erscheinen soll. Ein Datum, welches wie immer mit Vorsicht zu genießen ist und meistens nicht dem tatsächlichen Erscheinungstermin entspricht. Was mich persönlich nicht juckt, da sich das Warten bei Pulp Master einfach immer – ja, immer, es gibt keine Ausnahmen – lohnt. Und bei Tom Franklin, dessen „Die Gefürchteten“ ich mir demnächst nochmal vornehmen werde (sowie im Anschluss „Smonk„), kriege ich eh feuchte Augen. Für mich der mit Abstand beste Southern-Gothic-Autor der Moderne. Punkt. Aus. Ende.

Für welchen Titel werdet ihr euer Sparschwein schlachten?

  • Joe Ide – Stille Feinde (Broschiertes Taschenbuch, Juni 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518468708)
  • Inhalt: Isaiah Quintabe, der geniale Privatdetektiv ohne Lizenz, der meistens für die einfachen Leute in Long Beach, L.A., Probleme löst, stößt auf das Wrack des Autos, mit dem vor Jahren sein Bruder Marcus getötet worden war Schnell ist ihm klar: Es war kein Unfall, sondern Mord. Gleichzeitig meldet sich die damalige Freundin seines Bruders – ihre Halbschwester in Las Vegas steckt in Schwierigkeiten. Hoffnungslos spielsüchtig hatte die mit ihrem Freund versucht, die 14K-Triade zu erpressen. IQ und sein Sidekick Dodson machen sich auf nach Las Vegas, um die Situation zu entschärfen. Gleichzeitig regt sich der Verdacht, dass IQs toter Bruder Marcus vielleicht doch kein Heiliger war und Verbindungen zu dem ruandischen Gangster Seb Habimana hatte. IQ muss an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen, denn zudem haben sich noch ein übler Kredithai und die Locos Surenos 13, eine mächtige Gang, an seine Fersen geheftet. Schwerstarbeit für IQ und Dodson, die zur Hochform auflaufen. Und im Hintergrund lauert ein düstrer Feind …
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© Suhrkamp

  • Dietrich Kalteis – Shootout (Taschenbuch, März 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518468586)
  • Inhalt: Im beschaulichen Whistler, der über Vancouver gelegenen Ski-Region, ist Grey Stevens der lokale Weed-Anbauer (alles rein biologisch natürlich). Er unterhält dort einen gemütlichen Vertrieb mit Ex-Bikern, Alt-Hippies und Straßenmusikerkids, und auch ansonsten mangelt es ihm an jeder Art von Ehrgeiz, Gier oder sonstigen beklagenswerten Ambitionen. Doch dann versuchen zwei verfeindete Gangs, seinen Laden zu übernehmen, zu weniger netten Konditionen. Sie drängen nach Whistler, schalten seine alten Vertriebsleute aus und geraten sich gegenseitig in die Haare. Es wird blutig und chaotisch im Ski-Paradies, denn die beiden Gangs schrecken auch vor grobem Kaliber nicht zurück. Stevens muss reagieren, zumal er eine junge Punkerin ritterlich aus den Klauen des Mafiasohnes Nicky gerettet hat, der ihm das persönlich übelnimmt. Und mit einem Mal läuft alles aus dem Ruder …
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© Suhrkamp

  • Aidan Truhen – Fuck you very much (Broschiertes Taschenbuch, April 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518468654)
  • Inhalt: Jack Price ist Drogengroßhändler, aber nicht irgendeiner, sondern der beste: cleverer, smarter und intelligenter als alle seine Konkurrenten zusammen. Mr. Cool himself. Und er hat sich bislang noch vor jeder unliebsamen Überraschung geschützt. Als man jedoch eine Nachbarin, die unter seinem Penthouse wohnt, ermordet auffindet, wird er nervös. Sie war zwar eine garstige alte Frau, mit der er nichts zu tun hatte. Was aber, wenn dieser anscheinend sinnlose Mord eine Botschaft seiner Gegenspieler an ihn war? Er zieht Erkundungen ein und erfährt, dass die »Seven Demons« auf ihn angesetzt sind – eine exklusive, hocheffiziente »Bruderschaft«, die bösartigsten, gnadenlosesten Hitmen überhaupt. Sieben absolut tödliche Spezialisten, die nie aufgeben und noch nie einen Auftrag vermasselt haben. Aber Price nimmt den Kampf an und setzt damit eine Kette unfassbarer Ereignisse in Gang …
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© Suhrkamp

  • Bull Panovich – Queen of Bull Mountain (Taschenbuch, Juni 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518468784)
  • Inhalt: Sie wollte sich nie in die Geschäfte der Familie einmischen. Doch als die Familie zu zerfallen droht, bleibt ihr keine ander Wahl. Kate Burroughs hat schon einmal ihre dunkle Seite zeigen müssen. Um ihren Mann und ihren zu schützen, muss sie es wieder tun. Jahrzehntelang herrschte der Burroughs-Clan über Bull Mountain – ein Drogenimperium im Norden Georgias. Die Macht wurde von Vater zu Sohn und von Bruder zu Bruder weitergegeben. Jetzt sind fast alle Burroughs-Brüder tot. Der letzte Überlebende, Clayton, ist ein gebrochener Mann im Kampf mit seinen Dämonen. Als konkurrierende Clans zur feindlichen Übernahme von Bull Mountain ansetzen, ist es Claytons Frau Kate, die als erste erkennt, dass es nur einen Weg gibt, sich und ihren neugeborenen Sohn zu schützen: Sie muss den Burroughs-Clan einen und in seine vielleicht letzte große Schlacht führen.
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© Suhrkamp

  • André Georgi – Die letzte Terroristin (Broschiertes Taschenbuch, Juli 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518467800)
  • Inhalt: Berlin zu Beginn der 90er Jahre: Hans-Georg Dahlmann ist als Chef der Treuhandanstalt einer der meistgefährdeten Männer des wiedervereinigten Deutschlands: Zielscheibe der RAF, verhasst bei Teilen der DDR-Bevölkerung und im Konflikt mit westdeutschen Unternehmen, die alles dafür tun, dass ihnen im Osten keine Konkurrenz erwächst. Stets an seiner Seite: Sandra Wellmann. Obwohl erst vor Kurzem eingestellt, genießt sie als persönliche Assistentin schnell Dahlmanns volles Vertrauen. Doch Sandra Wellmann ist nicht die, für die ihr Chef sie hällt.
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  • David Whish-Wilson – Die Gruben von Perth (Taschenbuch, August 2018 – Suhrkamp Verlag – 978-3518468913)
  • Inhalt: Perth, 1979. Der Goldpreis schießt in die Höhe, der Bergbau spült Unmassen von Geld nach Western Australia. Frank Swann, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist, schlägt sich als Privatdetektiv durch. Er soll den Selbstmord eines renommierten Geologen untersuchen und gerät in einen besonders dreisten Schwindel mit Schürfrechten, in den so ziemlich alle verwickelt sind: die Mafia, Biker Gangs, die für jeden arbeiten, der gut zahlen, die große Politik und das Big Business sowieso. Gleichzeitig führt Swann seinen Privatkrieg gegen eine total korrupte Polizei weiter. Seine Gegner sind noch lange nicht aus dem Verkehr gezogen, sondern formieren sich in verschiedenen Koalitionen immer wieder neu. Allerdings sind auch Swanns Methoden inzwischen mindestens ebenso robust wie die seiner Feinde …
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© Suhrkamp

  • Tom Franklin – Krumme Type, Krumme Type (Taschenbuch, März 2018 – Pulp Master Verlag – 978-3958352773)
  • Inhalt: Als die neunzehnjährige Tina Rutherford verschwindet, ist jedem in Chabot, Mississippi klar, wer dafür verantwortlich ist. Denn 25 Jahre zuvor war schon die junge Cindy Walker nach einem Date mit dem Nachbarssohn Larry Ott spurlos verschwunden. Für das Verbrechen konnte Larry aus Mangel an Beweisen nie verurteilt werden, wurde aber fortan gemieden und lebte in ritualisierter Einsamkeit. Erneut unter Verdacht, ist sein Haus vermehrt Ziel betrunkener Rednecks; er wird angeschossen und der junge schwarze Constable Silas Jones mit den lästigen Ermittlungen betraut – eine gemeinsame Vergangenheit und ein dunkles Geheimnis verbinden ihn mit Larry.
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© Pulp Master

 

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26 Gedanken zu “+++ Der Vorschau-Ticker – Frühjahr/Herbst 2018 – Teil 1 +++

  1. *André Georgis „Die letzte Terroristin“ erinnert mich erstmal an mein Versäumnis, „Tribunal“ immer noch nicht gelesen zu haben. Unabhängig davon klingt die Geschichte über eine verdeckt agierende RAF-Terroristin – denn das lässt die Inhaltsbeschreibung vermuten – unheimlich spannend. Zumal das Ganze in den frühen 90ern und in der Metropole Berlin spielt. Eine äußerst interessante Zeit und ja bekanntermaßen auch die letzte heißere Phase beim Kampf des Staates gegen die RAF. Kommt definitv in die ganz enge Auswahl.*

    Auf jeden Fall, ich habe gerade eine RAF-Filmphase ( https://nomasfilmblog.wordpress.com/tag/raf/ ). Amazon vermerkt den Erscheinungstermin allerdings erst für 9.7.18, ob das Thema mich dann noch interessiert, sei dahingestellt.

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  2. *Den Anfang macht dieses Halbjahr der Suhrkamp Verlag, der, spätestens mit Thomas Wörtches Einstieg in die Krimi-Sparte des Programms, zu einer heißen Anlaufstelle für alle Freunde der Spannungsliteratur geworden ist. *

    Ganz ehrlich der Suhrkamp hat bei mir durch deren Pressestelle ein extrem schlechtes Image. So schlecht, dass er komplett unter meinem Radar ist und ich sein Programm gar nicht mehr wahrnehme.
    Die sind da sowas von arrogant und behandeln einen bei Anfragen wie einen Penner, der einen Euro haben möchte, das habe ich in der ganze Verlagswelt sonst nirgendwo erlebt. Suhrkamp – nicht einmal mit spitzen Fingern.

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    • Hm, kann ich so nicht beurteilen. Fakt ist allerdings, dass man mich zweimal auf der Buchmesse tatsächlich wie einen Aussätzigen behandelt hat. Und ich wollte da nicht mal ein Buch von ihnen, sondern lediglich eine Auskunft. Das ist aber jetzt schon zig Jahre her. Dennoch habe ich den Stand auch dieses Jahr gemieden. 😉 – Werde mich jetzt aber davor hüten, deswegen gleich den ganzen Verlag zu verdammen. Manchmal gerät man halt einfach an die Falschen.

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      • Die Presseabteilung ist nun einmal Teil des Marktings und sollte sich entsprechend benehmen.
        Die haben immer noch einen gewissen Dünkel aus der Zeit als Suhrkamp der Intellektuellen-Verlag schlechthin. Dabei war das die Zeit die ganze Zukunft des Verlages fraglich war. – Ich habe diesem Barlach, oder wie er hieß, fest die Daumen gedrückt.

        Da du ja ähnlich Erlebnisse hattest, kommt da wohl immer an *die Falschen*.

        Das letzte vollständig von mir gelesene Suhrkamp-Buch datiert auf November 2016 und ich habe nicht unbedingt vor, das zu ändern, oder gar Werbung für die zu machen.

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        • Das muss tatsächlich jeder so machen, wie er es für richtig hält. Ich bin da doch dann zu sehr an gewissen Titeln interessiert, um mir einen kompletten Verlag aus Boykottgründen vorzuenthalten. Und wenn ich das tun würde, wären das Verlage, die Schlimmeres getan haben, als mich ein, zweimal etwas abfällig zu behandeln. Da kann ich tatsächlich auch mal drüberstehen – ohne das Gefühl zu haben, irgendwelche Prinzipien über Bord zu werfen.

          Was nicht heißt, dass ich Deine Verärgerung nicht nachvollziehen kann.

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          • Ich lasse mich nicht wie einen Penner behandeln, dem man mit spitzen Fingern einen Euro reicht.
            Ich bin eigentlich nicht kleinlich, was das Geldausgeben für Bücher angeht, aber Suhrkamps Marketingabteilung hat es geschafft, dass ich deren Programm komplett ignoriere und deren Bücher maximal bei Tauschticket ertausche.

            Da ich von deren Büchern nichts mehr mitbekomme, muss ich mir auch nichts antun.

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  3. Also Bull Mountain ist bei mir ja durchgefallen. Viel zu viel Machogehabe und Männer. Aber vielleicht hat der Autor ja meine Kritik gelesen, denn jetzt hat er eine Frau hervorgeholt…. !
    I.Q. fand ich zwar gut, aber nicht der Burner. Weiß nicht, ob ich da noch einen Teil lese…
    Die Ratten von Perth lese ich gerade – da ist also noch offen, ob ich den nächsten Teil möchte.
    Bei Georgi geht es mir wohl wie den meisten – Tribunal habe ich schon lange in meinem SUB. Aber ich denke, den neuen werde ich mir auch leisten. Und natürlich ganz klar: Tom Franklin muss her (wobei man sich ja hier wirklich überraschen lassen muss, ob er wirklich dann erscheint 🙂 )

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    • Gut, ich als Mann bin da ein bisschen „schmerzfreier“, wenn es nicht allzu platt und plakativ daherkommt (Hier mache ich mir eher bei „Fuck you very much“ Sorgen). Verstehe aber, was du meinst. Werde mir da selbst ein Bild machen müssen.
      Bin sehr gespannt auf Deine abschließende Meinung zu „Die Ratten von Perth“. Sonjas Meinung schätze ich ja durchaus sehr. Doppelt hält natürlich besser. 🙂
      Pulp Master Termine sind ne Wundertüte. Is auch scheißegal, wann es kommt, so lange es überhaupt kommt. Auf Franks Bücher warte ich mit Freuden und wurde noch nie enttäuscht.

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      • Ich weiß nicht, ob Du diese alberne Serie kennst, aber da gibt es doch die Comedy Serie mit Tim Allen – und da macht er immer so Geräusche… hört sich ein bisschen so wie Wolfsgeheul an. Ach, ich kann das schlecht beschreiben, aber das Geräusch hatte ich irgendwann ständig im Kopf. Bildlich wäre das wohl ein Affe, der sich auf die Brust trommelt… aber ja, Dir wird das vermutlich nicht ganz so auffallen, wenn Du „Bull Mountain“ liest.

        Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich eine Rezi zu „Die Ratten von Perth“ schreibe (Du weißt ja, die Zeit…), aber ich kann ja auf jeden Fall hier kommentieren.

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        • Aber sicher doch: „Hör mal wer da hämmert“ – Tim Taylor der Heimwerkerkönig braucht mehr Power *grunz grunz* 😀 – Ich war noch relativ jung, hatte gerade einen Fernseher bekommen und fand die Serie ziemlich lustig. Auf jeden Fall habe ich jetzt ein sehr schönes Bild bekommen von dem Buch bekommen. *lach* Werde mich trotz mal in die testosterongeschwängerte Höhle des Löwen wagen. 😉 – Auf den Kommentar zu Whish-Wilson freue ich mich dann schon!

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  4. Vielen Dank für diese Vorschau. Suhrkamps Krimiprogramm ist auch wirklich immer ein Highlight wie ich finde. Joe Ide, Brian Panowich und Andre Georgi sind sofort auf meine Liste gewandert, schließlich habe ich deren drei Debüts mehr als gerne gelesen.

    David Whish-Wilsons „Die Ratten von Perth“ hingegen halte ich für allenfalls unterdurchschnittlich, hier hat mich die Lektüre so enttäuscht, dass ich mir den zweiten Band der Trilogie schenken werde.

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  5. Na, hier ist ja was los! 😉

    Auf den neuen Joe Ide freue ich mich tatsächlich sehr, der erste Band war schön flüssig und vorallem schön „filmisch“ geschrieben. Nichts, was die Welt zum Beben bringt, aber richtig gute Unterhaltung. „Bull Mountain“ fand ich klasse, auch wenn ich Gunnar beim Ende zustimme und ich es schade finde, dass nun so viel Zeit vergeht, bis es die Fortsetzung zu lesen gibt. An Details aus Band 1 erinnere ich mich inzwischen nicht mehr. Nur, dass es am Ende für mich eigentlich kein „Noir“ war, aber das spielt auch keine Rolle, insofern, mal schauen, ob ich nächstes Jahr Sommer Böcke auf die Fortsetzung habe.

    „Fuck you very much“ dagegen werde ich mir geben. Kann ganz groß nach hinten losgehen, kann aber auch richtig Soaß machen. Das Risiko gehe ich ein. 😉 „Shoot out“ klingt auch vielversprechend, weckt bei mir spontan Erinnerungen an Winslow, und die waren in letzter Zeit nicht immer sweet. Insofern, mal schauen, ist im Moment kein heißer Kandidat.

    „Die Ratten von Perth“ fand ich ok. Sonja trifft es eigentlich perfekt, knochentrockener hardboiled. Mir hat beim Lesen irgendwas gefehlt, im Stil, im Ton, ich konnte das gar nicht so genau benennen, aber die Story selbst ist cool. Ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall lesen.

    Pulp Master verpasse ich irgendwie immer wieder bzw. es ist dann wirklich reiner Zufall, wenn ich mal einen neu erschienenen Titel mitbekomme. Dabei sind die Bücher immer geil. Und du hast völllig recht, warten lohnt selbstverständlich, aber durch das doch recht häufige Verschieben der VÖ-Termine rutschen mir die oft durch, was schade drum ist. Ich altes Planquadrat bin immer dankbar für fixe Termine, auch wenn mir völlig klar ist, dass das in so einem kleinen Verlag schwer umzusetzen ist. Zum Glück habe ich euch und meine Buchhändlerin als Melderadar. 😉

    In diesem Sinne, bis zum nächsten Ticker! 😀

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    • Danke für Deine ausführliche Einschätzung. Bei dem ein oder anderen Titel ergibt sich langsam ein Bild. Zum Beispiel bei „Bull Mountain“, wo sich alle ja ziemlich einig in ihrer Bewertung sind. Bin gespannt, wer dann letztlich die Fortsetzung liest und wie diese dann besprochen wird.

      „Shootout“ ist wohl, wie „Fuck you very much“, ne Wundertüte. Mich erinnert es halt ziemlich an Kraus‘ „Joint Adventure“. Und das war großartig. Wenn es nur halb so kurzweilig wird, wird mich wohl auch Kalteis gut unterhalten.

      Das ist in der Tat bei Pulp Master problematisch. Ich freue mich immer nur darauf, dass ein Buch angekündigt wird und kommt. Diese Tatsache wird im Hinterkopf abgespeichert und dann einfach in schöner Regelmäßigkeit geguckt, ob es schon lieferbar ist oder nicht. Unkonventionelle Vorgehensweise, aber irgendwie auch passend zu diesem geilen Verlag. 🙂

      Bis zum nächsten Ticker! Wird wohl nicht mehr so lange dauern. 😉

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