Not dead yet …

Ein quälendes schlechtes Gewissen ist sicher nicht das angenehmste Gefühl, das man mit sich herumtragen kann. Mitunter sorgt es aber auch durchaus dafür, dass der Fokus wieder auf etwas gerichtet wird, was zuletzt zu wenig Beachtung gefunden hat. In diesem Fall mein persönlicher Blog, welcher nach Antritt meines neuen Jobs im Frühling letzten Jahres  (und den damit einhergehenden Mehraufwand an Arbeit) inzwischen gänzlich zum Erliegen gekommen ist.

Zu wenig Zeit für Lektüre, noch weniger Zeit für das Rezensieren und im Endeffekt dann gar keine Zeit mehr für Crimealley. Das waren die letzten Monate leider nicht zu ändernde Fakten und eine schwelende Wunde zugleich. Zu groß die Liebe zur Literatur, zu wohlwollend auch die Resonanz anderer Blogger … und was letztlich am meisten für Umtriebe gesorgt hat: Zu groß der Stapel ungelesener Bücher, deren Rücken mich beim Blick ins Regal mit dem unausgesprochenen Vorwurf konfrontieren: „Wann willst du eigentlich mal wieder ein Buch lesen?“

Nun kann man sich ins Schicksal ergeben und sagen „Gut, so ist es halt. Machen wir die Jalousien runter und den Laden dicht“. Oder man reißt sich zusammen und versucht halt doch noch irgendwo am späten Abend ein paar Minuten für ein paar Seiten Buch zu finden. Beide Lösungen waren in meinem Fall zuletzt nicht umsetzbar. Zum großen Glück kam diese dann von anderer Seite und sieht wie folgt aus:

Crimealley wird nicht mehr länger eine One-Man-Show bleiben, sondern in Bälde von einem Duo geführt. Und ich darf an dieser Stelle mal stolz verkünden, dass der Partner in Sachen noiresker (und natürlich auch anderer) Spannungsliteratur niemand geringeres als mein „alter“ Krimi-Couch-Kollege Jochen König sein wird.

Das ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für diesen Blog. Zu allererst menschlich, weil man sein persönliches Baby nicht einfach mit jedermann teilt und ich es bei Jochen, einem guten Freund von mir, in besten Händen weiß. Und zweitens weil Crimealley damit einen absoluten Kenner aus der deutschen Krimi-Gemeinschaft zur Seite gestellt bekommt, von dessen Know-How ich schon zu KC-Zeiten profitieren durfte … und der nebenbei mit seinen Rezensionen immer wieder Maßstäbe setzt.

Dennoch soll Crimealley nicht zu einem nostalgisch motivierten Relaunch verkommen, sondern die persönliche Note eines Blogs beibehalten. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass ich mir die Zügel für die Kutsche in Zukunft teilen und sie in stressigen Phasen (wie leider momentan) auch mal ruhigen Gewissens ganz abgeben kann.

Wann es genau im Team-Format losgeht? Wenn ich herausgefunden habe, wie man das technisch hinter den Kulissen genau hinbekommt.

Ich hoffe, dass ich den ein oder anderen Follower hier trotz langer Durststrecke noch nicht ganz vergrault habe und würde mich freuen, wenn ihr dem neuen Konzept eine Chance geben würdet.

Danke für euer Interesse!

Euer Stefan

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11 Gedanken zu “Not dead yet …

    • Ich dank Dir! Mich hat – außer einem schlechten Gewissen aufgrund des vernachlässigten Blogs – gottseidank nur die Arbeit geplagt. 😉 – Das werden wir auch weiterhin so halten. Schließlich soll das Bloggen Hobby bleiben und nicht zur Pflichtübung werden. Allerdings muss man auch das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Und gerade hat mich das Krimi-Feuer wieder gepackt. Zusammen mit Jochen werden wie es dann hoffentlich hier dauerhaft am brennen halten. Beste Grüße zurück! Muss mir deine weiteren Rezis am WE unbedingt noch durchlesen.

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