Debüt mit Handicap

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(c) Ullstein

Es dürfte vielleicht dem ein oder anderen aufgefallen sein, dass ich mich mit Vorliebe den Erstlingswerken eines Schriftstellers widme bzw. mir die Bücher chronologisch nach ihrer Veröffentlichung vornehme. Das ist auch im Fall des großen James Ellroy nicht anders. Nachdem ich bereits vor ein paar Jahren u.a. das L.A.-Quartett ehrfürchtig verschlungen habe, geht es nun zurück zu den Wurzeln. Meine Besprechung zu „Browns Grabgesang“ ist zwar kein Loblied, fördert aber durchaus ein paar interessante Dinge zu Tage.

Der Himmel ist wolkenverhangen, der Wind schneidend kalt, der Weg zum Haus von Pfützen übersät. Eine Szenerie, wie geschaffen, um im Sofa zu versinken, die Finger in die Tastatur zu hauen und eine Rezension auf Papier zu bringen. Doch irgendwas ist diesmal anders, die gewohnte Leichtigkeit abhanden gekommen. Möglich, dass es am Titel liegt, den ich zu besprechen gedenke und der aus der Feder eines Krimi-Autoren stammt, welcher nicht nur für viele Leser, sondern auch für ein Gros der modernen Schriftsteller im Bereich Spannungsroman eine unanfechtbare Referenz darstellt – James Ellroy. Der „Demon Dog of American Crime Fiction“ hat u.a. mit seinem ersten L.A.-Quartett tiefe und vor allem große Spuren hinterlassen, dem so mancher erfolglos zu folgen versucht hat. Und nun schicke ausgerechnet ich mich an, sein Erstlingswerk „Browns Grabgesang“ (Erstveröffentlichung 1981), einer näheren (und leider auch kritischen) Betrachtung zu unterziehen – in der Magengegend das ungute Gefühl, dass ein älterer, Fedora-tragender Herr mit scharfen Blick und missbilligend verzogenen Schmollmund jede Bewegung meiner Finger auf dem Notebook taxiert. „Ich bin der Autor von 19 Büchern, die allesamt Meisterwerke sind …“ Ellroys übliche Begrüßung, die jeder seiner Lesungen vorhergeht, hallt hier beschwörend in meinen Gedanken nach. Wer bin ich, dieses Naturgesetz in Frage zu stellen?

Doch Spaß beiseite. Bei aller Ehrfurcht für diesen großartigen und erfrischend unbescheidenen und egozentrischen Schriftsteller – nach der Lektüre von „Browns Grabgesang“ komme ich nicht umhin zu bemerken, dass auch ein „dämonischer Hund“ mal als Welpe angefangen hat. Den Debütcharakter merkt man dem Buch dann doch deutlich an. Und ich bin auch ganz ehrlich: Würde da nicht James Ellroy auf dem Cover prangen und ich nicht seine Entwicklung chronologisch verfolgen wollen – dieses Werk hätte ich wohl auf halber Strecke zur Seite gelegt, was jedoch nicht impliziert, dass es sich nicht durchaus auf die ein oder andere Weise lohnen kann. Will man Ellroys Werdegang folgen, seine Wandlung vom Autor des klassischen Detektivromans hin zum Erschaffer komplexester historischer und „noiresker“ Epen nachvollziehen, muss man zurück zum Anfang, zu den Wurzeln gehen, was sich besonders für Kenner der späteren Werke bezahlt macht, finden wir doch hier gleich mehrere der Ingredienzien vor, auf die auch Ellroys späterer Erfolg fußt. Kurz zum Inhalt:

Die Stadt Los Angeles, Ende 70er Jahre. Fritz Brown, Amerikaner mit deutschen Wurzeln, dessen Karriere als Polizist in der Stadt der Engel nur von kurzer und schmählich endender Dauer gewesen ist, verdingt sich sein Geld im Auftrag eines hiesigen Autoverkäufers. Als Repo-Man arbeitet er die ihm ausgehändigte Schuldner-Liste ab und scheut auch nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden, um sich von einem säumigen Zahler die Karre wiederzuholen. Seine Detektei betreibt er dagegen in erster Linie aus Abschreibungsgründen, zumal die Lizenz sich hin und wieder als praktisch erweist, um an Orte zu gelangen, die anderen Menschen verwehrt bleiben. Mal ganz abgesehen davon, dass man offen eine Waffe am Körper tragen darf. Und wenn es nach Brown geht, der seinem Alkoholismus in schöner Regelmäßigkeit erliegt, würde er nur zu gern mal Gebrauch von ihr machen. Ein richtiger Kriminalfall, der ihn fordert und vielleicht etwas Gutes bewirkt und sein eintöniges Leben ändert. Darauf wartet er seit Jahren vergeblich.

Bis der Golfcaddy Frederick „Fat Dog“ Baker an seine Tür klopft und ihm einen – wie sich nur allzu bald herausstellt – verhängnisvollen Auftrag erteilt. Für eine mehr als üppige Bezahlung soll er dessen Schwester Jane Baker observieren, da „Fat Dog“ ihr Zusammenleben mit dem deutlich älteren und gut betuchten Sol Kupferman missbilligt und hinter deren idyllischer Fassade weit mehr vermutet. Brown ist interessiert, muss allerdings schon recht schnell feststellen, dass sich die Sache doch eher anders darstellt, denn „Fat Dog“ ist ein Soziopath, wie er im Buche steht, der zudem aus seinen rassistischen Ansichten keinerlei Hehl macht und wo es nur geht gegen Juden und „Nigger“ hetzt. Gibt es vielleicht einen ganz anderen Grund, warum Brown Sol und Jane derart intensiv beschatten soll?

Als Brown Sol Kupferman zum ersten Mal sieht, bringt die Erinnerung an ihn Licht ins Dunkel des Falls. Ein paar Jahre zuvor hatte er Kupferman in dessen Club „Utopia“ getroffen. Ein Etablissement, das kurz nachdem es Brown damals verließ, Opfer eines Brandanschlags wurde, bei dem mehrere Menschen starben. Die Täter wurden recht schnell gefasst und zum Tode verurteilt. Vor Vollstreckung des Urteils beteuerten sie, von einem vierten Täter dazu angestiftet worden sein, dessen Identität man nie ermitteln konnte. Doch Brown erinnert sich noch an dessen Beschreibung – und die passt haargenau auf „Fat Dog“ Baker. Ist er der geheimnisvolle Brandstifter?

Browns Suche nach Antworten führt tief hinein in das Caddymilieu Kaliforniens und schließlich bis nach Mexiko, wo er dem Teufelskreis aus Mord, Brandstiftung, Erpressung, Verschwörung und Sozialhilfebetrug zu nahe kommt. Doch wo er früher resigniert und sich dem Alkohol ergeben hat, sieht er jetzt die Chance zur Wiedergutmachung. Ein erbitterter Rachefeldzug beginnt…

Na, das klingt doch schmissig und ganz nach dem guten, alten „Hardboiled“-Rezept, das sich seit Chandler und Hammett bewährt hat. Der versoffene, unbestechliche Private-Eye. Die dunkle, lebensfeindliche Stadt. Die miesen, verruchten Gauner. Die hübsche Maid in Nöten. Oder ist es gar eine Femme Fatale? James Ellroy schreibt hier ganz in der Tradition der oben genannten, wenngleich er selbst Ross MacDonald weit höher schätzt, mit dessen Serien-Protagonist Lew Archer sein Fritz Brown durchaus auch ein paar Eigenschaften teilt. Dennoch ist Brown in erster Linie vor allem einem ähnlich – und zwar Ellroy selbst. Zumindest fließt doch ein Großteil seiner Vita in dessen Lebenslauf mit ein. Wie sein Schöpfer, so ist auch Brown Alkoholiker. Und auch die Liebe zu klassischer Musik ist ihnen gemein. Wenn Brown hier über Hippies und Rock ‚N Roll lästert, dann erinnert man sich automatisch an bekannte Interviews mit James Ellroy, der sich sowohl gedanklich als auch hinsichtlich seines Lebensstils beständig weigert, das L.A. der 50er Jahre zu verlassen.

Eine Stadt, die auch für seine Golf-Plätze berühmt ist, welche Ellroy, der selbst lange Zeit als Caddy gearbeitet hat, aus eigener Erfahrung kennt. Eine Erfahrung, derer er sich hier in „Browns Grabgesang“ weidlich bedient, das tief in die Subkultur der unverzichtbaren Schlägerträger eintaucht, wobei es schon sehr Ellroy-Like ist, dies den Leser durch die Augen von „Fat Dog“ Baker kennen lernen zu lassen. Gemeinsam mit Fritz Brown, dessen Gesinnungswandel mitunter schizophrene Züge haben, bildet er ein wenig den Urahn und Prototyp der später so prägenden Figur von Captain Dudley Smith, wobei auffällig ist, dass der Autor sich nicht ganz sicher zu sein scheint, wie weit er in seiner Charakterzeichnung – insbesondere bei Brown – gehen kann. Immer wenn man den Eindruck bekommt, er ließe ihn nun endgültig von der Kette, ordnet sich der Privatdetektiv wieder in gesellschaftlich akzeptable Normen ein. James Ellroy, das merkt der geübte Beobachter sofort, ist noch nicht in der Position, schreiben zu können, was er will und sich um die Wirkung einen Dreck zu scheren. Im Jahre 1981 hält man den „Demon Dog“ noch an der kurzen Leine, musste dieses erste Werk vor allem eins: Und zwar sich verkaufen. Heute sorgt dafür allein schon sein Name.

Vielleicht auch ein Grund, warum sich Ellroy im vorliegenden Roman noch derart vieler Klischees bedient und nur peu à peu seine naturalistische Ader entdeckt bzw. zwischen den Zeilen den Realismus einfließen lässt, denn er uns so behände und stakkato-artig in seinen späteren Werken um die Ohren haut. „Browns Grabgesang“ merkt man an, dass er Neues wagen, die Grenzen des klassischen Noirs aufbrechen, die Schattenseiten von L.A. kenntlich machen will – allein der letzte Schritt, er vollzieht ihn nicht. So bleibt diese Welt aus Psychopathen, Mördern, Erpressern und Prostituierten noch ein künstliches Konstrukt, das sich – wie auch ihr Hauptprotagonist – der Handlung anzupassen hat. Die brachiale und epochale Gewalt in Schrift, Inhalt und Form wird erst ein paar Jahre später von der bereits erwähnten Leine gelassen.

Browns Grabgesang“ ist ein dunkler, kantiger, aber manchmal auch leider wenig dynamischer Ausflug in die düsteren Gassen der Traumfabrik, der zudem wohl nicht die beste Übersetzung erfahren hat und aus dem man letztendlich vor allem eine Erkenntnis zieht: Auch Ellroy ist nicht direkt als Meister vom Himmel gefallen. Aber sagen sie das nicht laut und vor allem sagen sie IHM nicht, dass ich es gesagt habe.“

Wertung: 71 von 100 Trefferneinschuss2Autor: James Ellroy

  • Titel: Browns Grabgesang
  • Originaltitel: Brown’s Requiem
  • Übersetzer: Martin Dieckmann
  • Verlag: Ullstein
  • Erschienen: 04.2000
  • Einband: Taschenbuch
  • Seiten: 383
  • ISBN: 978-3548247892
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14 Gedanken zu “Debüt mit Handicap

    • So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Das „L.A.-Quartet“ gehört mit zum Besten, was ich im Genre des Spannungsromans bisher lesen durfte. Ellroys Sprachgewalt ist mir nachdrücklich in Erinnerung geblieben. Was die Verfilmung von „Die schwarze Dahlie“ angeht, muss ich Dir allerdings recht geben. Die war tatsächlich mies. „L.A. Confidential“ war zwar nicht so nah am Buch, aber wenigstens ein stimmiger und überzeugender Film.

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  1. Ellroy stünde bei mir auch mal wieder auf dem Programm – oder sollte es zumindest.
    L.A. Confidential hab ich gesehen, bevor ich den Roman gelesen habe. Beide fand ich klasse. Bei der Dahlie fehlt mir das Buch noch.
    Ach, wenn nur der SUB nicht so suboptimal hoch wäre …

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  2. Stefan, ich muss dir jetzt einfach mal ein Kompliment machen. Deine Rezensionen sind immer so schön komplex und fundiert. Du wertest nicht, sondern erklärst eher, warum ein Buch so ist, wie es ist. Das hat für mich als interessierte Leserin immer einen enorm großen Mehrwert, denn dank deiner Besprechungen weiß ich im Vorfeld meist sehr gut, was mich erwartet. Dementsprechend kann ich vorher abschätzen, ob ich mich darauf einlassen will – oder eben nicht.
    Um „Browns Grabgesang“ bin ich seit meinem Ellroy-Marathon schon herumgeschlichen, habe aber immer wieder gezögert. Das Abgründige, das Gnadenlose, das Brachiale und das Verkommene. Das ist es, was mich an Ellroy so begeistert und fasziniert. Und ich war mir halt nicht sicher, ob ich das auch alles in seinem Erstling finden würde. Dank dir weiß ich, dass das wohl eher nicht der Fall ist. Aber weißt du was? Ich bin jetzt noch neugieriger als zuvor auf dieses Buch. Gerade weil du die Stärken und Schwächen so gut auf den Punkt herausgearbeitet hast. Vielen dank dafür!

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    • Oh, vielen lieben Dank für Dein Lob, das natürlich sehr gut tut, zumal ich ja beim Schreiben einer Besprechung auch immer im Hinterkopf habe bzw. hoffe, dass der Leser diese als informativ empfinden wird und sie ihm eventuell sogar bei einer Entscheidungsfindung hilft. Als Buchhändler hat mir dieser Teil der Arbeit am meisten Spaß gemacht. Im Gegensatz zu manchen der Kollegen, ging es mir dabei nie darum Überzeugungsarbeit zu leisten, sondern einfach Stärken und Schwächen des jeweiligen Buches herauszuarbeiten, so dass der Kunde wusste, ob es in sein Beuteschema passte oder nicht. Das ging nie ohne eine kleinere Analyse, wodurch die Gespräche zwar länger wurden, ich am Ende aber auch das Gefühl hatte, dem Wort „Beratung“ wirklich gerecht geworden zu sein.

      Aus deiner Feder ist das Kompliment besonders wertvoll, da du nämlich genau das kannst, was mir seit jeher irgendwie abgeht – frei von der Leber weg zu schreiben. Und das aber derart chirurgisch präzise und auf den Punkt, dass man förmlich spürt, was du bei der Lektüre empfunden haben musst. Ich habe es ja glaube ich hier schon mal erwähnt: Dein Ellroy-Marathon hat mich nachhaltig beeindruckt, weil du es geschafft hast, deine Gedanken und Gefühle derart 1:1 auf Papier zu bringen, sich einfach alles von der Seele zu schreiben – wohlgemerkt ohne irgendetwas emotional zu verklären. Damit reißt du mich jedes Mal mit – selbst bei Titeln, die sonst eher nicht in mein Beuteschema fallen würden. Um diese Lockerheit gepaart mit ebenso analytischer Schärfe beneide ich Dich etwas, aber Fakt ist, dass ich da irgendwie nicht aus meiner Haut kann. Eine Rezension zu schreiben dauert bei mir gern mal 4-5 Stunden. Und selbst danach bin ich in 80 % der Fälle nicht davon überzeugt, dass das was da vor mir auf dem Bildschirm flimmert, wirklich gelungen ist.

      Daher nochmal: Dickes Merci. Ein Feedback wie deins, egal ob kritisch oder durchweg positiv, hilft immer den eigenen Standort zu bestimmen und zu verstehen, wo es noch hapert, was man verbessern kann und wie andere das empfinden, was man da zusammengeschrieben hat.

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      • Da finden wir dann beide wohl das Gras auf der anderen Seite manchmal grüner, lieber Stefan. Denn als ich gestern noch mal deine tolle Besprechung las, mich bei dir und auch anderen Krimibloggern durch einige wirklich sehr gute, weil sachliche und differenzierte Texte schmökerte, fand ich meinen emotionalen Stil mal völlig doof und ungenügend. Und dann las ich abends deinen Kommentar hier bei dir und dachte mir: stimmt, jeder hat halt so seine Stärken. Und dadurch unterscheiden wir uns und werden nicht zum Einheitsbrei. Mir geht halt die argumentative Sachlichkeit ab. Ich bin eine emotionale Leserin, schreibe dementsprechend auch emotional und kann vor allem die Lesestimmung einfangen. Halt direkt dicht dran am Leseerlebnis. Differenzierung ist da nicht so mein Ding. Aber gerade das lese ich bei anderen – vor allem bei dir – halt am liebsten. Hatte gestern überlegt, ob ich mir beim Schreiben noch mehr Zeit lassen sollte. Meine Texte sind meistens nach ein, zwei Stunden fertig und werden dann auch direkt rausgehauen; schreiben tue ich meistens direkt am Tag nach Lektüreende. Das ist sehr komprimiert. Geht oft aber nicht anders, weil all die Gedanken und Gefühle zum Gelesen in mir wuchern und gären und zwischen Herz und Hirn zirkulieren. All das muss so schnell wie möglich raus, weil ich mich sonst nicht auf ein anderes Buch einlassen kann. Und ja, durch diese Zeitnähe kommt dann halt auch die Emotionalität in den Texten. Ich frage mich halt, wie es wäre, wenn ich mir mehr Zeit fürs Schreiben, aber auch für die Recherche und für die Reflexion lassen würde. Vielleicht wäre ich dann auch differenzierter. Sicher würde aber die Emotionalität leiden. Das bin halt ich. Das ist halt mein Stil. Dabei werde ich also bleiben. Denn: es macht mir enorm viel Spaß. Und darum geht es doch hauptsächlich: Spaß am Krimi. Auch wenn das Gras auf der anderen Seite manchmal grüner ist.

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        • Und Deinen Stil änderst du bitte auch nicht. Ich glaube, dass ich da nicht nur für mich spreche, wenn ich sage, dass diese Art Bücher zu besprechen, gerade der Grund ist, warum so viele im Netz deinen Blog besuchen bzw. sich jetzt auch so gefreut haben, dass du ihn wieder reaktiviert hast. Vielfalt ist – wie im Genre Krimi selbst – dringend notwendig und sorgt auch unter uns Bloggern dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Mal abgesehen davon, dass zu viel vermeintliche Professionalität meines Erachtens dem Bloggen auch den Sinn nimmt. Diese gefühlsmäßige, persönliche Komponente macht ja gerade den Reiz bei diesem Hobby – und das sollte es ja in erster Linie sein – aus.

          In dem Sinne. Je mehr grünes Gras, umso besser. 😉

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          • Du hast ja recht. Und trotzdem darf ich ja mal neidisch sein, dass du immer so schön plastisch differenzieren kannst. Du reißt mich mit deinen Besprechungen nicht nur emotional mit, sondern ich kann durch deine Texte immer sehr gut einschätzen, ob das Buch auch was für mich wäre – oder eben nicht. Das können nicht viele. Auf diese Gabe kannst du stolz sein. Als Buchhändler warst du für deine Chefs bestimmt Gold wert! Und hey, keine Bange, ich kann nur emotional, wenn es ums Schreiben geht. Reine Sachtexte waren selbst während meiner aktiven Journalistenzeit nie mein Ding. Ich war schon immer die meinungsstarke Wortakrobatin unter den Theaterkritikern meines früheren Arbeitgebers. Da wird sich nix ändern. 😉

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            • Sagen wir mal so, als ich gekündigt habe – der Weg zur Arbeit war viel zu weit (2 1/2 EINE Fahrt) und ich wollte als frisch gewordener Vater auch das Familienleben genießen – war mein Chef darüber nicht glücklich. Und die Tatsache, dass er in einer über 2.000 qm großen Buchhandlung mich im Belletristik-Bereich komplett hat schalten und walten lassen, spricht wohl dafür, dass ich es nicht ganz so schlecht gemacht habe. Ehrlich gesagt bin ich sogar der unbescheidenen Auffassung: Das ist wirklich der eine Beruf, den ich am besten kann und der für mich wie geschaffen ist. (Und trotzdem arbeite ich jetzt doch komplett woanders) 🙂

              Theaterkritikerin. Auch nicht schlecht. Das stelle ich mich ziemlich interessant vor. Nach dem Abitur habe ich erst den Beruf Journalist angestrebt (habe Literaturwissenschaften und Geschichte 4 Semester lang studiert), dann aber doch die Praxis der Theorie vorgezogen und eben eine Ausbildung in der Buchhandlung gemacht.

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  3. Pingback: Early draft of evil | crimealleyblog

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