+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 6 +++

Weiter geht’s an der Vorschauen-Front – Random House lässt nach und nach die Hüllen fallen und ich werfe gierige Blicke auf folgende Titel aus dem Hause Heyne (und Heyne Hardcore). Übrigens: Falls der Pfeifer noch aus der alten Vorschau stammt – Mea Culpa.

Was die angekündigten Bücher angeht: „Fremdes Land“ ist natürlich ein absolutes Muss. James Lee Burke ist für mich einer der bis dahin besten Schriftsteller, die ich entdecken durfte. Auch weit über die Grenzen des Spannungsgenres hinaus. „American Blood“ klingt ebenfalls nicht übel, die weiteren Titel sind (von Marks abgesehen) Neuausgaben als TB und waren mir im gebundenen Format schlicht zu teuer.

Mein Fazit: Ein bissel enttäuscht bin ich schon. Robert Crais‘ Zeit scheint schon wieder vorbei zu sein. Hatte gehofft, dass man hier nach und nach die älteren und neueren Titel herausbringt. Da scheinen wohl die Absatzzahlen nicht gestimmt zu haben. Stattdessen ein neuer Mark Billingham, dessen frühe Thorne-Bände hervorragend waren, der aber zuletzt ziemlich im Mittelmaß versackt ist. Dass Jim Thompson nicht im neuen Programm auftaucht ist ebenso schade. Und auch auf eine Übersetzung von William Kent Kruegers „Ordinary Grace“ (2014 immerhin mit dem Edgar Award ausgezeichnet) warte ich weiterhin – zumindest an dieser Stelle – vergeblich.

  • David Pfeifer – Schlag weiter, mein Herz (März 2016 – Heyne Hardcore – 978-3-453-67693-0)
  • Inhalt : Nichts schlägt härter zu als die Liebe. Das lernt Mert, als er Nadja bei einem Boxturnier begegnet. Er kämpft verbissener um sie als um alles andere in seinem Leben. Jahrelang versuchen die beiden, sich gegenseitig glücklich zu machen. Und doch bleiben sie in ihrer Beziehung immer Anfänger, erleben Siege und Niederlagen. Bis er den letzten Kampf verloren hat und nur noch sie bleibt.
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(c) Heyne Hardcore

  • Howard Marks – Mr. Smiley (März 2016 – Heyne Hardcore – 978-3-453-27069-5)
  • Inhalt : Howard Marks war der berühmteste Drogenschmuggler seiner Zeit und gleichzeitig Held einer ganzen Generation. Nach seiner Freilassung aus einem der härtesten amerikanischen Gefängnisse schrieb er den Millionen-Bestseller Mr. Nice. Was kaum einer wusste: Neben seiner Rolle als Bestsellerautor geriet er Mitte der Neunziger in den Strudel der Ecstasyund Clubkultur. Und hatte es plötzlich wieder mit Verbrecherbossen und Gangstern zu tun. Mr Smiley nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche Reise durch die Drogen-, Clubbing- und Verbrecherszene der Neunziger.
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(c) Heyne Hardcore

  • James Lee Burke – Fremdes Land (Mai 2016 – Heyne Hardcore – 978-3-453-27015-2)
  • Inhalt : Texas im Jahr 1934: Weldon Holland fristet in der ländlichen Ödnis ein perspektivloses Dasein. Einzig das Gangsterpärchen Bonnie und Clyde, das nach einem Bankraub auf dem Grundstück campiert, durchbricht die Monotonie. Zehn Jahre später überlebt Weldon als Leutnant nur knapp die Ardennenoffensive und rettet die jüdische Kriegsgefangene Rosita Lowenstein vor dem Tod. Zurück in Texas steigt er ins boomende Ölgeschäft ein, wo er bald in ein gefährliches Spiel aus Intrigen, Korruption und Machtstreben verwickelt wird.
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(c) Heyne Hardcore

  • Giancarlo de Cataldo – Suburra (August 2016 – Heyne Hardcore – 978-3-453-43856-9)
  • Inhalt : Das größte Bauvorhaben, das Rom je gesehen hat, stinkt nach Korruption, Betrug und kaltblütigem Mord! Rom zwischen Ostia und Cinecittà – Ein brutaler Bandenkrieg erschüttert die Straßen. Kommissar Malatesta erahnt den wahren Grund hinter der Fehde: ein riesiges Bauvorhaben, das die Peripherie Roms bis zur Küste von Ostia mit Casinos, Hotels, Clubs zubetonieren soll. Nicht nur korrupte Behörden, Mafia und Zigeunerclans ziehen am selben schmutzigen Strang, sondern auch Würdenträger aus Kirche und Politik. Allen voran Samurai, der letzte Überlebende der Magliana-Bande und eiskalter Neo-Faschist – mit dem einzigen Ziel: Geld.
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(c) Heyne Hardcore

  • Stephen King – Revival (August 2016 – Heyne Verlag – 978-3-453-43848-4)
  • Inhalt : Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.
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(c) Heyne

  • Steffen Kopetzky – Risiko (September 2016 – Heyne Verlag – 978-3-453-41956-8)
  • Inhalt : Steffen Kopetzky hat einen funkelnden Abenteuerroman geschrieben, der auf historischen Fakten beruht. Er folgt einer legendären Afghanistan-Expedition auf der 5000 Kilometer langen Reise und begegnet historischen Personen wie Lucien Camus, dem Vater von Albert, oder Alois Musil, auch genannt Musil von Arabien. Geheimexpedition des Deutschen Reichs an den Hindukusch: Nach einem Plan des Orientkenners Freiherr Max von Oppenheim ziehen sechzig Mann mit der Bagdadbahn, zu Pferd und auf Kamelen durch Wüsten und Gebirge. Das Ziel: den Emir von Afghanistan und die Stämme der Paschtunen im Namen des Islam zum Angriff auf Britisch-Indien zu bewegen. Der junge Marinefunker Sebastian Stichnote liegt mit seinem Schiff vor der Küste Albaniens. Aus der Enge der Giesinger Gerberei seiner Brüder hat ihn das Fernweh hinaus auf See und zur vielstimmigen Funktechnik gezogen. Diese gibt ihm das Gefühl, mit dem ganzen Kosmos in Kontakt zu stehen. Als der Erste Weltkrieg beginnt, muss die unterlegene deutsche Flotte durchs Mittelmeer nach Konstantinopel fliehen. Stichnote hat es nach den ersten Seegefechten eilig, sein Schiff so schnell wie möglich zu verlassen und schließt sich als Funkoffizier einer geheimen Expedition nach Kabul an. Ihre Reise führt sie nach Syrien, Bagdad, Teheran, Isfahan und schließlich durch die persische Wüste. Am Ende hängt der Erfolg der Expedition von Stichnote ab, der mit allem brechen muss, was ihm einst heilig war.
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  • Ben Sanders – American Blood (September 2016 – Heyne Verlag – 978-3-453-41839-4)
  • Inhalt : – Noch keine näheren Informationen zum Inhalt – Ben Sanders, geboren 1989 in Auckland, veröffentlichte seinen ersten Thriller im Alter von 21 Jahren. The Fallen erreichte direkt nach Erscheinen Platz 1 der neuseeländischen Bestsellerliste und hielt sich dort für mehrere Wochen. Zwei Fortsetzungen wurden ebenfalls zu Bestsellern und waren für den neuseeländischen Krimipreis nominiert. Mit American Blood startet eine neue Serie um den ehemaligen New Yorker Cop Marshall Grade.
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(c) Heyne

 

 

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6 Gedanken zu “+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 6 +++

  1. Was „Ordinary Grace“ angeht: Ist im Original superleicht zu lesen und hat eine wunderschöne Sprache, in der man auch als Nicht-Muttersprachler sofort versinkt. Trotzdem habe ich es auch nach dem dritten Anlauf nicht zu Ende lesen können. Die Handlung fesselt mich einfach nicht.

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    • Ich habe es noch nicht gelesen. Habe zwar keinerlei Probleme mit Englisch, möchte aber nicht damit anfangen, auch Originale zu sammeln, da sonst das Regal wirklich bald aus allen Nähten platzt. Die Inhaltsbeschreibung von „Ordinary Grace“ spricht mich an. Und auch zwei alte Buchhändler-Kollegen waren von dem Buch sehr angetan. Aber so wie es aussieht, wird es wohl nix mit ner deutschen Übersetzung.

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    • Naja, man muss das Eisen so lange schmieden, wie es heiß ist. Das hat man zuletzt auch bei Don Winslow gesehen. Da James Lee Burke lange Jahre in Deutschland keine Rolle mehr gespielt und auch nie diesen Bekanntheitsgrad erlangt hat, finde ich es eigentlich gut, dass nun jetzt im regelmäßigen Rhythmus neue Titel kommen. Ob es so bleibt – abwarten. Bei Pendragon kommt es stark auf die Verkaufszahlen an. Leider nehmen die meisten Buchhandelsketten Pendragon nicht in ihrem Zentrallager auf. Wenn neben jedem Heyne-Burke auch einer vom Bielefelder Verlag liegen würde, wären weitere Robicheaux-Bände gesichert. Das ist aber leider nicht der Fall. „Sturm über New Orleans“ ist inzwischen in der 3. Auflage. Das ist nicht schlecht, aber kein Vergleich zu „Regengötter“.

      Sollte „Mississippi Jam“ sich nicht gut verkaufen, wird zwar die Neuauflage von „Neonregen“ im Herbst 2016 ebenfalls erscheinen – ob es danach aber dann weitergeht ist fraglich. Hier haben wir Leser es also in der Hand. Und gerade die früheren Robicheaux-Bände gehören für mich zum Besten, was Burke auf Papier gebracht hat.

      Was Heyne angeht: Wie ich von Markus Naegele weiß, sollen als nächstes dann die verbliebenen Hackberry-Hollands kommen: „Lay Down My Sword and Shield“ und „House of the Rising Sun“. Und vielleicht widmet man sich dann der Wiederauflage von Billy Bob Holland oder den älteren Titeln außerhalb der Reihen,

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    • Du meinst „Stunde der Rache“. Ja, da hast du Recht. Der erscheint im Januar und war damit noch Teil des alten Programms. Hatte halt gehofft, dass auch hier nach und nach die fehlenden Pike/Cole-Bände kommen würden. Naja, vllt auch erst Ende 2016/Anfang 2o17.

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