+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 4 +++

So, nun sind auch die ersten Titel von Rowohlt und Wunderlich zu bibliographieren, wobei es sich (bei den für mich relevanten) in erster Linie um Wiederveröffentlichungen im TB-Format handelt, bei denen ich bisher aus Kosten- und Platzgründen auf eine Hardcover oder Broschierte Ausgabe verzichtet habe. Miller und Kushner sind fest eingeplant, „Wolfsland“ betrachte ich skeptisch – das klingt durchaus interessant und atmosphärisch ansprechend, kann aber letztlich auch kitschiger Murks sein. Die größte Neugier bringe ich „Die Mauer“ von Max Annas entgegen. Bereits „Die Farm„, in der Penser-Pulp-Reihe (geht’s da eigentlich irgendwann mal weiter?) erschienen, wusste zu überzeugen. Das wird ein Muss-Kauf.

Weitere Titel (u.a. Fortsetzungen bei Bernard Cornwell oder auch Benjamin Montferats „Der Turm der Welt“ – 978-3805250931 – August 2016 – hab auch „Welt in Flammen“ noch nicht gelesen) führe ich mal nicht ausführlicher auf.

Einen richtigen, mich total reizenden Leckerbissen wie „In den Straßen die Wut“ birgt das kommende Verlagsprogramm von Rowohlt/Wunderlich diesmal nicht. Meinen Geldbeutel wird’s freuen.

  • Jax Miller – Freedom’s Child (August 2016 – Rowohlt Verlag – 978-3499269769)
  • Inhalt : Niemand weiß, dass sie noch lebt. Nicht mal ihre Kinder. Doch die sind nun in höchster Gefahr. Sie raucht, sie flucht, sie trinkt. Und lässt sich von niemandem was sagen. Jeder in der Stadt schätzt – oder fürchtet – Freedom Oliver. Keiner kennt ihren wahren Namen, ihr altes Leben: ausgelöscht. Das Leben, in dem sie ihren Mann erschoss, den Schwager ans Messer lieferte und ihre Kinder verlor. Das Leben, das sie für das Zeugenschutzprogramm hinter sich ließ. Nur spät in der Nacht verfolgt Freedom per Facebook, wie Mason und Rebekah erwachsen werden. Und dann kommt der Tag. Der Tag, an dem ihre Feinde Rache schwören. An dem Rebekah verschwindet. Und Freedom weiß: Sie kann sich nicht länger verstecken, sie muss handeln …
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(c) Rowohlt

  • Rashel Kushner – Flammenwerfer (August 2016 – Rowohlt Verlag – 978-3499238833)
  • Inhalt : 1975: Die Hobby-Motorradrennfahrerin Reno kommt nach einem Rekordversuch auf den großen Salzseen nach Manhattan, um in die Künstlerszene SoHos einzutauchen. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Leben und Kunst verschwimmen, trifft sie auf eine Schar von Träumern und Revoluzzern: Unter ihnen auch Sandro Valera, erfolgreicher Konzeptkünstler und exzentrischer Erbe einer italienischen Reifen- und Motorrad-Dynastie, in den sie sich verliebt. Aber bei einem Besuch bei seiner Familie in deren Sommerresidenz am Comer See gerät sie in den Strudel einer echten Revolte, die sich in Straßenkämpfen, Entführung und Mord Bahn bricht. Dieser Roman wurde von der Presse hymnisch gefeiert.
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(c) Rowohlt

  • David Monteagudo – Wolfsland (Juli 2016 – Rowohlt Verlag – 978-3499269509)
  • Inhalt : Ein fulminanter Roman über den Willen zur Vernunft und die zerstörerische Kraft der Leidenschaft. Vollmond in der archaischen Landschaft der galicischen Berge: Eine Serie von Frauenmorden erschüttert das Dorf Brañaganda. Die Bauern haben dafür nur eine Erklärung – ein Werwolf treibt sein Unwesen. Der Waldhüter Enrique, verheiratet mit der Dorfschullehrerin und ein verantwortungsbewusster Familienvater, versucht als einziger, Vernunft in die von Aberglauben bestimmte Aufklärung der Morde zu bringen. Doch ausgerechnet Enrique muss die Grenzen der Rationalität erfahren. Als er sich in eine junge Frau verliebt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Und eines Nachts steht der Werwolf vor ihm und stellt ihn vor eine unmögliche Wahl: «Ich habe Hunger. Du musst dich entscheiden, deine Frau oder deine Geliebte.»   
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(c) Rowohlt

  • Max Annas – Die Mauer (Mai 2016 – Rowohlt Verlag – 978-3499271632)
  • Inhalt : Kameras. Drei Menschen auf der Flucht. Security, die sich beweisen muss. Polizisten, die das «Problem lösen» wollen. Notfalls mit Gewalt. Moses möchte nur eins: Nach Hause. Raus aus der sengenden Hitze, raus aus dem verlassenen Vorort, in dem gerade sein alter Toyota liegen geblieben ist. Zu Freundin Sandi und einem kühlen Bier. Aber die Straßen sind wie leergefegt, niemand ist in Sicht. Moses hofft, in der nahe gelegenen Gated Community Hilfe zu finden. Dort, in der Welt der Weißen, ist schließlich alles geregelt. Doch: Dort drinnen ist er erst recht ein Außenseiter. Und er begeht einen Fehler … Zur selben Zeit sind auch Nozipho und Thembi innerhalb der Mauern unterwegs, sie verdienen ihren Unterhalt mit Diebstählen. Was sie nicht wissen: Ausgerechnet in dem Haus, in dem sie Beute zu machen hoffen, wurde gerade erst ein weit größeres Verbrechen verübt …
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(c) Rowohlt

 

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10 Gedanken zu “+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 4 +++

  1. Über Max Annas bin ich auch gestolpert, ist direkt mal auf meine Merkliste gewandert. Da steht zwar schon „Die Farm“, aber ein bisschen Luft bis zum Erscheinen von „Die Mauer“ ist ja noch!

    Auf „In den Straßen der Wut“ giere ich auch schon! 😉

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  2. @ WortGestalt
    Eins und zwei standen bisher auf dem Merkzettel und ich hatte eben aufgrund der Unsicherheit, ob es weitergeht, noch mit dem Kauf gezögert. Dass nun sogar Wolfgang Franßen mit seinem Polar-Verlag die Reihe aufgreift, ist eine hervorragende Nachricht. Damit ist der Autor sicher in besten Händen!

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  3. Heute habe ich in der Bahn mit Millers „Freedom’s Child“ angefangen – das Buch macht mir jetzt schon einen Mordsspaß! Freedom Oliver hat sich vom Leben derart viele Ecken und Kanten geholt, dass sie eine der interessantesten Krimifiguren ist, die mir in diesem Lesejahr unter die Augen gekommen sind. Auf die Lektüre kannst du dich wirklich freuen.
    Und dann noch: Thomas Wörtche scheint jetzt verstärkt mit dem Polar Verlag zu arbeiten. Für die Gazette schreibt er ja eh schon von Anfang an. Und diese Kolumnen sind jetzt gesammelt als Buch ebenfalls bei Polar erschienen: http://www.polar-verlag.de/penser-polar/

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    • Das klingt nicht schlecht und macht Lust auf mehr. Ich könnte gerade dasselbe über Crissa Stone (aus Wallace Strobys „Kalter Schuss ins Herz“) behaupten. Obwohl ich da mit gemäßigten Erwartungen herangegangen bin, hat mich das Buch echt aus den Socken gehauen. Als großer Fan von Richard Starks „Parker“ (und überhaupt von Donald E. Westlake) war meine Befürchtung, dass das ein moderner Abklatsch (nur mit Frau) wird – ganz im Gegenteil: Ein unheimlich starkes, stilsicheres und herrlich „klassisches“ Buch, mit der vllt. coolsten weiblichen Krimi-Figur seit Angela Gennaro. Habe bloß irgendwie derzeit keine Ruhe, eine Rezension auf Papier zu bringen. Naja, eventuell morgen oder übermorgen.

      Ja, das mit Polar war mir bekannt. Habe ja zusammen mit Wolfgang Franßen lange für die Krimi-Couch geschrieben und mich auch auf der Messe wieder ein bisschen mit ihm unterhalten. (Wörtche war ebenfalls zwischenzeitlich am Stand) Trotzdem muss ich gestehen, dass ich mit Sonja Hartl, Müntefering, Gohlis, Compart, Mayer oder Feldmann wesentlich mehr anfangen kann.

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