+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 3 +++

Auch wenn das sicher erst die Spitze des Random-House-Eisbergs ist und in Kürze noch mehr Titel in den Vorschauen ein Grinsen in mein Gesicht zaubern  – über und auf diese Ankündigung freue ich mich besonders: Ian Rankins Rebus-Reihe macht mit „Das Gesetz des Sterbens“ die 20 voll. Und der Manhattan-Verlag bleibt sich was die einfallslos-dämliche Titelwahl angeht weiterhin treu. Sei’s drum. Letztlich zählt der Inhalt und da hat Rankin mich bisher noch nie enttäuscht.

  • Ian Rankin – Das Gesetz des Sterbens (Mai 2016 – Manhattan Verlag – 978-3-442-54772-2)
  • Inhalt : Detective Inspector Siobhan Clarke untersucht den Tod eines Edinburgher Anwalts, der von einem Einbrecher in seiner Wohnung getötet wurde. Doch der Fall wird rätselhaft, als man eine anonyme Botschaft an den Anwalt findet: „Ich bringe dich um für das, was du getan hast.“ Dieselbe Botschaft hat auch Edinburghs Unterweltgröße Big Ger Cafferty erhalten, kurz bevor auf ihn geschossen wird. Cafferty bleibt unverletzt, schweigt aber über mögliche Feinde. Schließlich bittet Clarke den kürzlich in den Ruhestand versetzten John Rebus um Hilfe. Er ist der Einzige, mit dem Cafferty zu sprechen bereit ist. Steckt hinter den Taten ein Verbrecherclan aus Glasgow? Dem geht DI Malcolm Fox nach, während Rebus eine andere Spur verfolgt. Die führt ihn in Edinburghs Vergangenheit, zu einem Haus, in dem Schreckliches geschehen ist …
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(c) Manhattan

 

 

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4 Gedanken zu “+++ Der Vorschau-Ticker – Sommer/Herbst 2016 – Teil 3 +++

  1. Mh, das wird dann wohl der erste Rebus-Krimis sein, den ich nicht lesen werde. Bin da inzwischen nicht mehr ganz so begeistert wie du. 😉 Mich haben die letzten beiden Bände schon etwas ermüdet. Rebus ist halt Rebus. Immer ein wenig neben der statthaften Spur, immer wird es eng für ihn, immer kommt er damit durch. Muss ja auch irgendwie so sein. Das macht die Reihe ja letztlich aus. Aber mich packt das irgendwie nicht mehr an. Und dass Rankin dann auch noch seine nicht ganz so erfolgreiche Fox-Reihe mit John Rebus verschmilzt, finde ich auch nur eher suboptimal.
    Aber trotzdem … ich bin schon jetzt auf deine Rezension gespannt. Vielleicht lecke ich dadurch ja wieder ein bisserl Schottlandblut – auch wenn es noch eine ganze Weile hin ist.

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    • Es wird etwas dauern, bis ich den Titel rezensieren werde. Hatte die Rebus-Reihe früher erst ziemlich querbeet gelesen und dann vor ein paar Jahren nochmal den chronologischen Ansatz gewählt. Bin jetzt erst bei „Die Seelen der Toten“ angelangt und hab dementsprechend noch ein bisschen vor mir. 🙂 Da ich mir die Bücher jedoch einteile (oft nur ein, zwei Bände jährlich) stellen sich bis jetzt noch keine Ermüdungserscheinungen ein. Das halte ich in der Regel mit allen Krimi-Reihen so, weil erstens die Eindrücke verschwimmen und sich zweitens sonst zwangsläufig Überdruss breitmacht.

      Was die Fox-Bücher angeht gebe ich Dir Recht. Rankin scheint gemerkt zu haben, dass Fox nicht gut bei seinem Lesepublikum ankommt und versucht nun (ganz im Stile Michael Connellys) ihn mittels Rebus und Siobhan zu retten. Ich hätte nix dagegen, wenn Fox ganz in der Versenkung verschwinden würde.

      Und zu „Das Gesetz des Sterbens“: Hatte letztens ein Interview mit Rankin gesehen, wo er daraufhin deutet, dass „Even Dogs in the Wild“ (so der Original-Titel) mehr in die Richtung Private-Eye gehen soll. Rankin als beratender Detektiv im Stile von Holmes, dessen Schöpfer ja auch in einer gewissen schottischen Stadt zur Welt gekommen ist. Die Idee gefällt mir, so sie denn gut umgesetzt wird. Abwarten.

      Mein Wunsch wäre es ja, wenn Rankin sich mal das Edinburgh der 40er und 50er vornehmen würde.

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      • Oh, das Edinburgh der 40er und 50er Jahre wäre wirklich sehr spannend – und Rankin könnte das bestimmt sehr gut. Hat er in diese Richtung mal Andeutungen gemacht?

        Dein Reihenleseverhalten ist übrigens sehr vorbildlich – und gut durchdacht. Ich bin da ja eher immer ein kleiner Nimmersatt. Gefällt mir eine Reihe, dann fräse ich mich durch. Und dann passiert genau das, was du anmahnst: die Figuren verwässern, man hat sie leicht über. Eigentlich wollte ich mich jetzt weiter durch die Robicheaux-Reihe von James Lee Burke arbeiten und mich parallel den Reacher-Thrillern von Lee Child widmen. Ich habe dann mal ganz akut beschlossen, dass ich vorher noch ein paar andere Bücher einschieben werde. Ich habe da noch ungefähr 60 andere Krimireihen auf dem Zettel, die ich kennenlernen möchte. Da kann man dann ja sehr gut ab- und durchwechseln. Und dann habe ich hier noch Millers „Freedoms Child“ liegen, was auch noch gelesen werden möchte. Dann beende ich die Tage wohl mal meinen ersten Thriller um Jack Reacher, lasse ihn sowie Robicheaux dann erst einmal links liegen und widme mich anderen Büchern.

        Obwohl ich ja noch einwerfen muss, dass man irgendwann auf dem aktuellen Stand ist. Dann liest man ja zwangsläufig nur noch einen Krimi einer Reihe pro Jahr. Manchmal auch seltener. Habe ich dann ja bei den Rebus-Krimis auch irgendwann mal so gehabt. Mich konnte er dann aber seit zwei Bänden wirklich nicht mehr packen. Leider.

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  2. @ My Crime Time
    Soweit ich weiß, hat er das nicht, aber mich reizt einfach der Gedanke an eine Trilogie oder Reihe – ähnlich dem L.A. Quartett – die sich mit dieser Epoche befasst und ebenfalls in Edinburgh angesiedelt ist. Kenne keine vergleichbaren Titel und mich interessiert die Stadt und ihre Geschichte einfach unheimlich.

    James Lee Burke war vor ein paar Jahren tatsächlich die einzige Ausnahme meiner mir selbst auferlegten Regel – nach „Neonregen“ hab ich einen Großteil der Bücher hintereinander verschlungen und erst dann einen Gang rausgenommen, als ich „Gefahr“ lief, keine deutschen Burkes mehr im Regal zu haben. 😉 Aus dem Grund habe ich dann auch – im Verbund mit ein paar anderen Liebhabern dieses Autors – Günther Butkus von Pendragon und Markus Naegele von Heyne Hardcore nachhaltig beackert und in den Ohren gelegen, die ihn letztlich dann auch für Deutschland wiederentdeckt haben. Und das ja bekanntlich sehr erfolgreich, wurde „Regengötter“ doch mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet.

    Ansonsten vermeide ich aus oben genannten Gründen das Abarbeiten von Reihen. Auch weil mir dann zu viele andere Autoren und Titel entgehen, zumal ich inzwischen (werde bald zum 2.ten Mal Papa) nicht mehr so die Zeit zum Lesen habe.

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